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Borna Alles nur ein Spiel – der Kreis Leipzig als echtes Monopoly
Region Borna Alles nur ein Spiel – der Kreis Leipzig als echtes Monopoly
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15:46 30.05.2016
Der 28. Mai ist Weltspieltag und neben Mensch ärgere Dich nicht, Schach und Co. darf dieser eine Klassiker in keiner Sammlung fehlen: Monopoly. Quelle: Hasbro
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Landkreis Leipzig

Spekulieren, zocken, Häusle bauen: Bei Monopoly wird ums ganz große Geld gepokert. Vom Spielfieber erfasst, schlüpfen die Akteure in die Rolle von Immobilien-Haien und Baulöwen, erschaffen mit Glück und Strategie ein Grundstücks-Imperium aus Straßen, Bahnhöfen und Hotels.

Fahren Sie mit der Maus über das Spielbrett: Einige der Monopoly-Straßen gibt es im Landkreis Leipzig auch in der Realität. Fotoquelle: Hasbro

Millionenfach verkauftes Kultspiel

1935 begann der schnelle Weg zum Weltruhm – nur wenige Jahre nach der globalen Wirtschaftskrise. Erfunden in den USA, verkörperte das Kultspiel den Wohlstands-Traum dieser Zeit. Heute, 81 Jahre später, gibt es den millionenfach verkauften Familienspaß in 114 Ländern und etwa 300 regionalen und lizenzierten Sondervarianten.

Dresden hat es, Leipzig auch, selbst Zwickau – ein eigenes Monopoly-Spiel. Doch die Straßen in Borna, Markkleeberg, Wurzen und Geithain hat bislang (noch) niemand aufs Spielbrett gebracht. Doch das lässt sich spielend lösen: Angelehnt ans Original haben wir nach einigen gleichnamigen Straßen im Landkreis Leipzig Ausschau gehalten.

So würde Monopoly in echt aussehen: Die Otterwischer Schlossallee wäre das teuerste und begehrteste Grundstück im Spiel. Und auch die Parkstraße in Markranstädt schafft es in die Kreis-Spezialversion. Die zweithöchsten Mieten würden die Spieler in der Zschepaer Hauptstraße kassieren. Die Badstraße in Bad Lausick rangiert hingegen nur in der Kategorie Pink – ein echtes Schnäppchen also. Auch der Nordbahnhof (Wurzen), das Elektrizitätswerk (Lippendorf) und das Gefängnis (Regis-Breitingen) wären Teil dieser Monopoly-Variante.

Jahrzentelang gehörte Monopoly zu den Bestsellern. Doch nun wird immer seltener das berühmte Brettspiel aus der Schublade gekramt. Laut einer Umfrage des US-Spielwarenherstellers Hasbro verbringen die Hälfte der Eltern (59 Prozent) nur einmal im Monat oder seltener ihre Zeit mit ihren Kindern mit Gesellschaftsspielen. Im Zeitalter von Computer, Smartphone und Tablet wird nämlich lieber vorm Bildschirm gedaddelt.

„Brettspiele sind eher zu Weihnachten der Renner“, sagt Christel Bemmann. Die 65-Jährige ist Chefin vom Spielzeugland in Grimma und Torgau – und seit 22 Jahren im Geschäft. Dabei steht für sie außer Frage: Spielen ist für Heranwachsende wichtig! Und beliebt seien nach wie vor Lego und Duplo, berichtet sie. Mit den bunten Steinen können die Steppkes kreativ werden „Etwas Praktisches zu haben, das man in den Händen halten kann, fördert die Fingerfertigkeit und das Denkvermögen.“

Inzwischen hat auch Monopoly auf den Elektronik-Trend reagiert. Das Spiel gibt es seit einigen Jahren auch als App – mit virtuellem Spielfeld, aber gleichen Regeln: Auf „Los“ geht’s los!

Von Benjamin Winkler

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