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Borna Als Ersatz-Oma auf dem Spielplatz aufpassen
Region Borna Als Ersatz-Oma auf dem Spielplatz aufpassen
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11:06 20.05.2015

Der Bedarf ist groß, sagt Corinne Franke, die einmal in der Woche in Borna als Ansprechpartnerin für Interessenten Am Gericht 3 erreichbar ist. Neben Privatpersonen haben auch Schulen und Vereine Bedarf an Unterstützung durch Freiwillige.

Es sind die alltäglichen Nöte, bei denen Freiwillige ehrenamtlich helfen können. Etwa bei Alleinerziehenden, die es angesichts ihrer Arbeitszeiten schwer haben, die Betreuung ihres Nachwuchses abzusichern, sagt Diakonie-Mitarbeiterin Franke. Im Rahmen des Familienpatenprojekts der Diakonie können Familien unterstützt werden - durch Ersatz-Omas oder gern auch Opas, die stundenweise einspringen, um die Kinder von der Schule abzuholen oder einfach nur auf dem Spielplatz zu beaufsichtigen. Auch ein Kinobesuch kann dazugehören, sagt die 31-jährige Diplomgesundheitswirtin. Es gehe darum, Eltern zu helfen, denen es an ausreichend Zeit für ihre Sprösslinge fehlt.

Freilich spielt bei der Vermittlung von Familienpaten das Vertrauen eine entscheidende Rolle. Deshalb müssen Interessenten ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Sie erhalten Schulungen, "und natürlich gibt es erst einmal eine Schnupperzeit", sagt die engagierte Diakonie-Mitarbeiterin, die den größten Teil ihrer Arbeitszeit in Grimma verbringt. Gegenwärtig sind zwölf Familienpaten, "fast als Frauen", im Einsatz. Drei Paten werden aktuell vermittelt, aber der Bedarf ist größer.

Gesucht werden auch Freiwillige, die sich um Senioren kümmern. Die Diakonie vermittelt Freiwillige hier in einen Besuchs- und Begleitdienst, der die älteren Herrschaften bei Einkäufe begleiter oder auch als Gesprächspartner zur Verfügung steht. "Das machen aktuell elf Leute", sagt Corinne Franke. Wer 20 Stunden im Monat auf diese Weise im Einsatz ist, erhält eine Aufwandsentschädigung, die es auch gibt, um etwa Eintrittskarten oder anderes zu finanzieren.

Allerdings gibt es nach wie vor ein großes Defizit an Leuten, die sich für eine Arbeit im Rahmen der beiden Projekte interessieren. Wobei das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten entschieden größer ist. Zu denen, die prinzipiell auf Ehrenamtliche zurückgreifen würden, gehören die Leipziger Tafel, der Tierschutzverein oder auch die Jugendhaftanstalt in Regis, aber auch Schulen, und Vereine.

Nachfragen kann jeder. Die Mitarbeiter der Freiwilligenzentrale erstellen dann ein Profil, in dem die berufliche Ausbildung, aber auch die Wünsche des Interessenten festgehalten werden. Das landet dann in einer Datenbank, so das im Bedarfsfall darauf zurückgegriffen werden kann.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.03.2013

Nikos Natsidis

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