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Borna Alte Kohlenbahnbrücke in Neukieritzsch abgebrochen
Region Borna Alte Kohlenbahnbrücke in Neukieritzsch abgebrochen
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16:37 17.04.2017
Ein riesiger Haufen Bauschutt: die Reste der einstigen Kohlenbahnbrücke bei Neukieritzsch. Quelle: Foto:
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Neukieritzsch

Abbruch der alten Kohlenbahnbrücke in Neukieritzsch: Für Kraftfahrer auf der B 176 bedeutete das zwischen Lobstädt und Neukieritzsch sowie in die Gegenrichtung am gesamten Osterwochenende Wartezeit. Immerhin regelte eine Ampel den Straßenverkehr. Der Zugverkehr, der über das einstige Brückenbauwerk neben der Straße führte, kam während der Arbeiten hingegen gänzlich zum Erliegen. Wo einst eine durchgängige Gleisverbindung die Züge rollen ließ, klaffte nach Ende der Abbrucharbeiten im Boden eine große Lücke .

René Burkhardt von der Firma, die für den Abbruch des Bauwerkes verantwortlich war, sagte, dass „zuerst die Gleise von einer dafür spezialisierten Firma“ abgebaut wurden, um damit „Baufreiheit für die Demontage“ zu schaffen. Obwohl die Oberleitung spannungsfrei und auch geerdet war, musste sie der Baggerfahrer immer im Blick behalten. Immerhin bestand die Gefahr, dass er sie mit dem Greifarm seiner Maschine hätte herunterreißen können. Nicht nur der Schaden wäre dann enorm gewesen. Auch der Zeitplan wäre nicht mehr aufgegangen, so René Burkhardt.

Am Sonnabendnachmittag lag das Abbruchteam noch gut in der Zeit. Über 1000 Kubikmeter Beton wurden Stück für Stück von der Brücke abgetragen. „Die angefallenen Betonreste haben wir zwischengelagert.“ Später sollen sie recycelt werden“. Auch viel Metall sei angefallen, so Burkhardt weiter. Die Stahlträger und Moniereisen kommen in die Schrottverwertung. Das Loch, das die Brücke hinterlässt, wurde gefüllt. Um spätere Einsackungen zu vermeiden, kamen Rüttelplatten zum Verdichten zum Einsatz. „Damit erreichen wir eine besondere Bodenverfestigung. Um sicher zu sein, dass die Bodenstabilität tatsächlich erreicht ist, haben wir mit einem speziellen Verfahren den Untergrund immer wieder entlang der verfüllten Bahnstrecke gemessen“, so Burkhardt weiter. Die demontierten Eisenbahnschwellen haben allerdings keinesfalls ausgedient. Sie werden auf das neue Gleisbett gelegt.

In einer Schicht arbeiteten acht Leute, um die Zeitvorgaben einzuhalten. „Wir arbeiten die ganze Nacht durch, und zwar mit Hilfe von Scheinwerferlicht“, sagte Burkhardt.

Von René Beuckert

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