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Borna Altes Handwerk begeistert bei Handarbeitsmesse in Pegau
Region Borna Altes Handwerk begeistert bei Handarbeitsmesse in Pegau
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00:29 22.03.2018
Handarbeiten standen in der Gunst der Besucher in Pegau hoch im Kurs. Quelle: René Beuckert
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Pegau

In Pegau erfreut sich die Handarbeitsmesse nach wie vor großer Beliebtheit. Obwohl sich am Samstag der Winter mit Kälte und Schnee zurückmeldete, kamen dennoch zahlreiche Besucher. Im Fokus stand vor allem das handwerkliche Geschick der Aussteller, denen die Gäste beim Arbeiten über die Schulter schauen durften.

Klöpplerin in Aktion

Am Stand von Edelgard Sängerlaub sahen die Besucher, wie unter ihren geschickten Händen aus Garn Muster entstehen. „Das Klöppeln fasziniert mich schon seit Jahren. Es dauert zwar eine Weile, bis sich erste Muster auf der Klöppelunterlage abzeichnen, doch so nach und nach entsteht ein filigranes Gebilde“, berichtete die Krostitzerin.

Spinnen erlebt eine Renaissance

Auch das Spinnrad im Saal des Volkshauses stand kaum still. Birgit Naundorf ließ Naturwolle über ihre Finger gleiten, aus der sie einen Faden spann. „Das kennen viele junge Leute nicht mehr. Für mich ist es immer wieder ein Erlebnis, auf Ältere zu treffen, deren Großeltern dieses Handwerk noch selber praktiziert haben“, hob Birgit Naundorf hervor.

Sie selber nutzt das gesponnene Garn, um daraus Kleidung zu stricken. „Spinnen, wie ich es ausübe, erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Ich komme aus dem nahen Kitzen und dort sind wir schon elf Frauen, die sich dieser Tradition wieder verschrieben haben“, meinte sie. Dass es in Pegau eine solche Handarbeitsmesse gibt, sieht sie als Bereicherung an.

Einblick in traditionelles Handwerk

Diese Figuren sind handgestrickt und auf der Messe in Pegau zu sehen. Quelle: Beuckert

Besucher Jürgen Heyne wurde auf seinem Rundgang durch den Saal und die Galerie, auf der ebenso Handarbeiten präsentiert wurden, fündig. „Ich nutze die Gelegenheit, um mich umzuschauen und zumeist auch etwas zu kaufen, was mir gefällt. Besonders angetan bin ich von der Fingerfertigkeit vieler Aussteller. In Zeiten der Massenproduktion haben die Leute verlernt, solche Arbeiten zu schätzen“, bedauerte er. Seine Großmutter habe ihm viele unterschiedliche Garne hinterlassen, mit denen er bisher nichts anfangen konnte. „Jetzt weiß ich, dass es sich um Klöppelgarn handelt. Solche Handarbeitsmessen bieten oftmals Einblicke in längst vergangene Handwerke“, stellte Jürgen Heyne fest.

Heimatverein stimmt auf Ostern ein

Auch die Frauen vom Heimatverein waren mit einem Stand vertreten, dessen Dekoration schon auf Ostern einstimmte. „Wir beteiligen uns schon seit über zehn Jahren an dieser Messe. Für uns ist es eine schöne Gelegenheit, Handwerk, das vom Häkeln bis zum Stricken reicht, zu zeigen. Doch auch die Gespräche mit den Besuchern sind uns wichtig“, verriet Maria Gottschalk.

Von René Beuckert

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