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Borna Altöl illegal entsorgt: Belohnung für Hinweise
Region Borna Altöl illegal entsorgt: Belohnung für Hinweise
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05:01 10.05.2018
Illegal entsorgtes Altöl ist in den Floßgraben bei Elstertrebnitz gelaufen. Die Feuerwehr hat ein spezielles Bindemittel aufgebracht, um die Verschmutzung beseitigen zu können. Quelle: Gemeinde Elstertrebnitz
Elstertrebnitz

Noch immer regt sich David Zühlke über den Umweltfrevel auf. Unbekannte hatten am Freitag beziehungsweise am Sonnabendmorgen illegal Altöl am Floßgraben entsorgt (die LVZ berichtete). Für den Elstertrebnitzer Bürgermeister (CDU) ist die „Unweltverschmutzung in diesem Ausmaß eine Unverschämtheit“. Die Gemeinde setzt für Hinweise eine Belohnung aus.

Illegal entsorgtes Altöl ist in den Floßgraben bei Elstertrebnitz gelaufen. Quelle: Gemeinde Elstertrebnitz

Wie Zühlke erzählt, meldete eine Spaziergängerin am Sonnabendvormittag das Öl bei der Polizei. Daraufhin wurden die Feuerwehren Pegau und Werben alarmiert, weil die Stöntzscher Höhe als Ort mit genannt worden war. „Als die Kameraden dort nichts fanden, suchten sie auch in Richtung Elstertrebnitz, wurden an der Kippenstraße nahe der Brücke fündig und ließen unsere Feuerwehr mit ausrücken“, so der Bürgermeister. Hinzugeholt wurden zudem Vertreter vom Umweltamt des Landkreises sowie Mitarbeiter vom Bauhof mit dem Bagger.

„Das Öl befand sich dort nicht nur auf dem Gras der Uferböschung, sondern hatte auch schon eine Lache im Wasser gebildet“, sagt Zühlke. Um es dort zu stoppen, brachten die Kameraden ein schwimmfähiges Ölbindemittel aus.

Der ölverseuchte Boden wird mit einem Bagger abgetragen. Quelle: Gemeinde Elstertrebnitz

„Das ist drei Tage drauf geblieben, wobei die Feuerwehr immer wieder die Ausbreitung kontrolliert hat. Schließlich wurde es wieder abgetragen.“ Dieses verschmutzte, kontaminierte Material muss ebenso speziell entsorgt werden wie der Boden, der von der Böschung ausgegraben wurde. „Das war gut ein Hänger Erdreich.“ Der ABC-Erkunder, ein in Elstertrebnitz stationiertes Spezialfahrzeug des Katastrophenschutzes für chemische und radiologische Gefahren, nahm Wasserproben.

Einige Tausend Euro Kosten

Das Gemeindeoberhaupt geht davon aus, dass sich die Kosten für den umfangreichen Einsatz sowie die Beseitigung der ölverseuchten Stoffe auf einige Tausend Euro belaufen werden. „Natürlich sollen dafür der oder die Täter geradestehen.“ Strafrechtlich kann eine Gewässer- und Bodenverunreinigung mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden.

100 Euro für sachdienliche Hinweise

Deshalb ruft die Kommune wie schon die Polizei Zeugen auf, sich zu melden. „Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, loben wir 100 Euro aus“, sagt David Zühlke. Er hofft auf weitere Spaziergänger und Jogger, Gassigeher und Erholungssuchende. „Die Kippenstraße ist ja gut frequentiert.“ Und der Verursacher musste ja auch die reichlich 20 Meter von der Straße zur Böschung fahren.

Zeugenhinweise an: Polizeirevier Borna, Telefon 03433/2440; Gemeindeverwaltung Elstertrebnitz, Telefon 034296/72825.

Von Olaf Krenz

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