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Borna Amerikanisches Filmteam dreht in Deutzen
Region Borna Amerikanisches Filmteam dreht in Deutzen
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17:30 15.07.2010
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Deutzen

Ein Trio der amerikanischen Universität Athens (Ohio) war jüngst zu Besuch im Kulturpark Deutzen. Die Medienwissenschaftler und angehenden Fernseh-Journalisten drehen einen Film zur Braunkohle im Leipziger Südraum und die Entwicklung des Neuseenlandes. In Deutzen interviewten die Amerikaner drei echte Bergbau-Kumpel. Seit Sommer 2000 kommen jährlich 20 Studierende der Ohio University (OU) in Athens nach Deutschland, um gemeinsam mit ebenso vielen Studierenden der Partner-Universität Leipzig an Projekten mit Unternehmen und Organisationen zu arbeiten. Dabei bilden jeweils zwei Studierende der OU und der Universität Leipzig (UL) ein Team, welches in einem Zeitraum von neun Arbeitstagen ein reales Projekt bearbeitet. Diese Projekte werden von Unternehmen und gemeinnützigen Vereinen gestellt und gemeinsam mit dem Lehrstuhl für BWL, insbesondere Marketing unter der Leitung von Professor Dr. Helge Löbler betreut. Die Studierenden sind deshalb nicht nur nah an der Praxis - sie sind mittendrin. Den Faden aus Deutzen nach Leipzig sponn Gudrun Jugel, die für den Verein Pro Regio das „Jahr der Braunkohle" organisiert und koordiniert. „Die Kontakte bestanden noch von der Theateraufführung ,Braune Kohle‘. Die Universität ist auf mich zugekommen, um Kontakte zu Kumpeln herzustellen, die im Südraum Leipzig in Tagebauen arbeiteten und etwas darüber erzählen können", erinnerte sich Jugel. Nichts leichter als das. Kumpel, die gern aus der alten Zeit erzählen, brauchte Jugel nicht wirklich suchen. Schließlich hatte die Ortsgruppe des Heimatvereins Regis-Breitingen und Umgebung gerade eine Ausstellung zur 100-jährigen Geschichte des Bergbaus in Deutzen gestaltet. Dabei halfen auch alte Bergarbeiter mit. Und Karl-Heinz Feiner und Herbert Lotze aus Deutzen sowie Claus Bräutigam aus Regis-Breitingen ist es schließlich das erklärte Herzensanliegen, der Nachwelt aus der Zeit der Kohle zu erzählen. Was auch die Studenten Brian Grady, Max Rodriguez und Andrew McMillan zu spüren bekamen. Für die richtige Verständigung sorgte ein Dolmetscher der Universität. Und so ließen Lotze, Feiner und Bräutigam zig Fragen über sich ergehen und gaben ausgiebig Antwort. Es ging um die Zeit, als Kohlestaub die Gegend benetzte und es weiß Gott nicht so grün war, wie sich die Kulisse der amerikanisch-deutschen Dokumentation - der Kulturpark - am Drehtag präsentierte. Es ging um schöne Dinge und um die beschwerlichen. Die Amerikaner, die auch den Tagebau bereisten und sich bei ihrer Arbeit auch für die Entwicklung des Neuseenlandes interessieren, waren jedenfalls glücklich weitergereist, wie Gudrun Jugel zu berichten wusste. Die macht sich jetzt nur einen Gedanken: Wie kommt das Ergebnis der amerikanischen Filmproduktion nach Deutschland? „Ich werde auf jeden Fall Kontakt zur Uni Leipzig halten und versuchen an eine Kopie zu kommen."

Thomas Lieb

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