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Borna Ampel in Rötha regelt weiter auch nachts
Region Borna Ampel in Rötha regelt weiter auch nachts
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18:23 25.09.2018
Die Verkehrsbehörde lehnt eine Nachtabschaltung für diese umstrittene Ampel in Rötha ab. Quelle: André Neumann
Rötha/Espenhain

Auf eine durchgreifende Veränderung der Situation in Rötha an der Ampelkreuzung August-Bebel-Straße/Lessingstraße/Alte Poststraße besteht wenig Hoffnung. Die Ampelanlage, die als Begleiterscheinung des Autobahnbaus und dadurch erwarteter Verkehrsströme installiert wurde, steht massiv in der Kritik wegen langer Rot- und kurzer Grünphasen und langer Wartezeiten auch zu Zeiten geringen Verkehrs. Auch nachts läuft die Ampel durch.

Behörde lehnt Nachtabschaltung ab

Und dabei wird es möglicherweise bleiben. Diese Auskunft erhielt Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos) bei einem ersten Gespräch mit einem Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes. Eine Nachtabschaltung lehne die Straßenverkehrsbehörde ab, informierte Eichhorn den Stadtrat auf dessen jüngster Sitzung, auch deshalb, weil die Kreuzung ein Unfallschwerpunkt sei.

Eventuell kann Rotphase verkürzt werden

Eventuell könne die bislang doppelte Grünphase für Fußgänger auf eine reduziert werden, das würde zu einer kürzeren Rotphase für Autos in der Lessingstraße und in der Alten Poststraße führen. Diese beiden Straßen, die die August-Bebel-Straße kreuzen, erhalten nicht gleichzeitig, sondern nacheinander Grün. Eichhorn zeigte selbst wenig Verständnis für die Aussagen seitens der Verkehrsbehörde. „Mir leuchtet nicht ein, warum es im Zeitalter der Digitalisierung nicht möglich sein sollte, eine Ampel nachts abzuschalten, auf Gelb zu stellen und mit einer Ruf-Funktion für Fußgänger zu versehen“, sagte er.

Ampel in Rötha vor rund drei Monaten errichtet

Die Ampel ist seit rund drei Monaten in Betrieb. Sie wurde damals gleichzeitig mit einer ebenfalls per Ampel geregelten neuen Abfahrt von der B 95 aus Richtung Leipzig nach Rötha auf die Lessingstraße in Betrieb genommen.

Ampel-Problem auch in Espenhain

Während über diese Ampelkreuzung noch verhandelt werden dürfte, brachte Stadtratsmitglied Pascal Németh (Rötha Land), eine weitere Kreuzung ins Spiel, die einigen Autofahrern offenbar viel Geduld abverlangt. Er sprach von einer „unerträglichen“ Situation. Es geht um Espenhain. Hier regelt seit Sommer eine Ampel den Verkehr an der Einmündung der Abfahrt von der B 95 auf die Staatsstraße 242 in Richtung Oelzschau. Mit dem Effekt, wie Németh berichtet, dass sich in Stoßzeiten der Verkehr aus Espenhain heraus bis über die Einmündung der Mölbiser Hauptstraße hinweg staut.

Mölbiser fahren schon Umwege

„Morgens“, beklagt der Abgeordnete, „hat man keine Chance, aus der Straße von Mölbis rauszukommen.“ Einige Mölbiser würden deswegen schon Umwege fahren. Aus Sicht des Mölbisers könnte schon ein Grüner Pfeil, der bei Rot den Verkehr zur B 95 in Richtung Leipzig gestattet, die Situation entspannen.

Von André Neumann

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