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Borna Amüsement für alle Seiten – Melankomiker bei Open-Air-Veranstaltung
Region Borna Amüsement für alle Seiten – Melankomiker bei Open-Air-Veranstaltung
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00:19 26.07.2017
Der Innenhof bot Nähe zum Publikum. Quelle: Foto: René Beuckert
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Borna

Der Innenhof des „Goldenen Stern“ in Borna bot am Samstagabend für die beiden „Melankomiker“, wie sich Jürgen Denkewitz und Waldemar Rösler mit Künstlernamen nennen, ein gelungenes Podium für ihre Darbietung. Nicht nur, dass an einem lauen Sommerabend im Freien gastiert wurde, vielmehr war es die Nähe zum Publikum, wie sie eine im Saal befindliche Bühne kaum vermitteln kann, was beide und insbesondere die Besucher der Veranstaltung genossen. Mit Wortwitz von Jürgen Denkewitz, dessen Name bereits den Gedanken des Witzes in sich trägt, und den Kommentaren dazu, die Waldemar Rösler, quasi beiläufig einflocht, setzten sie eine Pointe nach der anderen. Besonders im musikalischen Spiel ergänzten sich die Melankomiker zur Freude der Besucher, deren Lacher sie immer wieder aufs neu herausforderten.

Der Satz: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“, traf an diesem Abend nicht zu. Zumindest, wenn beide Künstler, mitten im Spiel, über die Bühne hinweg die Vermittlung der Getränke übernahmen, so dass Zu-Spätankömmlinge sich erst setzen konnten und zugleich etwas serviert bekamen. „Wir mögen die Resonanz des Publikums, und wenn es möglich ist, beziehen wir die Besucher in unsere Darbietungen sofort mit ein“, bemerkte Jürgen Denkewitz. In Borna seien sie nicht das erste Mal. „Wir sind gern wieder gekommen. Hier treffen wir auf ein Publikum, bei dem schnell der Funke überfliegt und unser Wortwitz im Nu verstanden wird“, hob Denkewitz hervor.

Kulturmanagerin Gabriele Schitke war froh, dass das Wettergott Petrus ein Einsehen hatte und das Wetter sich von seiner trockenen Seite zeigte, was Stunden zuvor gar nicht so aussah. „Die Sommerzeit ist nämlich keine saure Gurkenzeit, was Kultur betrifft. Die richtigen Angebote locken die Leute an, wie beispielsweise diese Veranstaltung“, stellte sie fest. Für Gabriele Schitke war es ein besonderes Erlebnis, den Besuchern wieder eine Aufführung im Freien anzubieten, die im Juni vorausgegangene war ebenfalls gut angenommen worden. „Leider haben wir keine eigene Möglichkeit, solche Events im Freien anzubieten und sind immer an andere Aufführungsorte gebunden“, bedauerte sie. Allerdings tragen solche kulturelle Ereignisse stets ein Wetterrisiko in sich. „Die Wetterbeobachtung gehört da mit dazu. Als der Himmel sich am Nachmittag aufhellte und sogar noch die Sonne schien, war ich froh. Bei Regen hätten wir in den Bürgersaal umziehen und auf die Atmosphäre des Hinterhofes verzichten müssen“, sagte Gabriele Schitke.

Und gerade das Ambiente mochten die Besucher nicht missen. „Im Freien zu sitzen und den Darbietungen der Melankomiker zu lauschen, ist doch ein schönes Erlebnis“, stellte Heidrun Jönig fest. Werner und Kasanda Scholz wollten sich durch den Wortwitz mit musikalischen Einlagen verwöhnen lassen. „Draußen zu sitzen und dabei Kultur zu genießen, ist doch etwas Besonderes“, meinte Kasanda Scholz. Auch Mandy Bauer wollte auf das Ereignis im Freien nicht verzichten. „Die Titel wie, ,Nur Frauen sind schöner’, ,Damenwahl’ oder ,Frauenflüsterer’ haben mich neugierig gemacht.“

Von René Beuckert

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