Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna An der Brust statt an der Flasche
Region Borna An der Brust statt an der Flasche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:20 19.05.2015
Janna, Jaime, Hedwig, Sarah und Helen (v.l.) gehören zu den Markkleeberger Gymnasiasten, die für die Geburtenstation in Borna Bilder malten. Quelle: Jakob Richter

Die Geburtsklinik in Borna ist die vierte in Sachsen und die 72. in Deutschland, die sich mit diesem Qualitätssiegel von Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Kinderhilfswerk (Unicef) schmücken kann. Ihr wird damit bescheinigt, die Bindung zwischen Mutter und Kind und damit die kindliche Entwicklung aktiv zu fördern. Das Stillen hat in diesem Prozess einen besonderen Stellenwert, denn Muttermilch ist die beste Ernährung für Säuglinge.

Es ist auch heute noch nicht selbstverständlich, dass junge Mütter ihr Baby an die Brust legen. Künstliche Babynahrung verleitet zur Bequemlichkeit. "Die Flasche zu machen, ist einfach", sagt Klinik-Geschäftsführerin Stefanie Ludwig. "Stillen hingegen braucht Geduld und Zeit und die innere Einstellung." Es brauche den Einsatz der Mitarbeiter auf der Geburtenstation, den Frauen über die Hürde hinwegzuhelfen und sie anzuleiten. Stillen sei für die Ernährung des Kindes und die enge Bindung an die Mutter enorm wichtig. Es vermittle Geborgenheit und Wärme.

Die neue Entbindungsstation gebe es jetzt zehn Jahre, erinnerte die Leitende Oberärztin Dr. Gabriele Anikejew. "Ist die Zertifizierung Fluch oder Segen", fragte sie und lieferte die Antwort: "Wir sahen es als Einladung an, uns weiter zu entwickeln." Die Freude sei groß gewesen, als im November vorigen Jahres die Kriterien hundertprozentig erfüllt waren. Die Einhaltung der internationalen Richtlinien wird alle drei Jahre überprüft.

Die aus Bremen angereiste Ehrenvorsitzende der WHO-Unicef-Initiative "Babyfreundliches Krankenhaus", Johanna Volkenborn-Gerds, überreichte die güldene Plakette. Diese werde Geburtskliniken verliehen, "die sich ganz besonders für die Stillförderung und damit für den kindlich besten Start ins Leben einsetzen". Sie hoffe, so die als Psychologin arbeitende Ehrenvorsitzende, dass sich noch viele Kliniken öffnen, "um die seelische und körperliche Gesundheit unserer Kinder zu fördern, aber auch die Bindung in den Familien zu stabilisieren".

Fünft- und Sechstklässler des Markkleeberger Gymnasiums, die im Rahmen der Ganztagsangebote den Zeichenkurs belegen, malten zum Thema "Mutter und Kind" farbenfrohe Bilder für die Geburtenstation in Borna. Einige hängen schon an den Wänden, andere kommen noch dazu. Schüler der Bornaer Musikschule Giolbas umrahmten gestern den Festakt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.04.2013

Prenzel, Frank

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am 30. April wird im Museum die neue Sonderschau "1813 - eine Bilanz. Leipzigs Süden im Jahr der Völkerschlacht" eröffnet. Dabei soll der Ausstellungsraum, in dem bisher das Thema Bergbau präsentiert wurde, in neuem Glanz erstrahlen.

17.01.2017

Seit dieser Woche läuft die Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren, dass den Wiederaufbau des geschlossenen Freibades An der Wyhraaue zum Inhalt hat. Nach Angaben des Vorsitzenden des Freibadvereins, Holger Luedtke, könnten bis zum Mai die etwa 900 Unterschriften zusammenkommen.

19.05.2015

Es fährt keine S-Bahn nach Chemnitz: Obwohl bereits die Trasse von Leipzig nach Geithain über Borna elektrifiziert ist, sollen schnelle Züge zwischen Leipzig und Chemnitz künftig über Bad Lausick rollen.

19.05.2015
Anzeige