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Borna Anbau ohne Publikum
Region Borna Anbau ohne Publikum
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04:00 25.08.2012
Der Anbau ist ein Hingucker. Quelle: Jakob Richter
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Borna

Die Nutzer der Mediothek werden das Gebäude allerdings nur von dieser Seite kennenlernen. „Der Erweiterungsbau ist im Grunde ein Zweckbau, der dazu dient, unterschiedliche Medien aufzubewahren. Innen ist das Gebäude daher sehr nüchtern, außen hingegen ein echter Hingucker", erklärt Bornas Pressesprecher Sandro Tröger.

Fenster erlauben einen Blick ins Innere, in dem noch einige Regale darauf warten, mit Büchern gefüllt zu werden. „Wir müssen noch die Feinsortierung machen", sagt Elvira Pertermann, die Leiterin der Mediothek in Borna. Sie rechnet damit, dass diese Arbeiten in knapp zwei Wochen abgeschlossen sein werden. Eine offizielle Eröffnung des Neubaus wird es allerdings nicht geben, da er ohnehin nicht der Öffentlichkeit zugänglich sein wird, sondern ausschließlich für die Unterbringung und Pflege des Medienbestandes bestimmt ist. Die Mediothek Borna vereint nun unter einem Dach die Bestände der Stadtbibliothek und jene der Kreisbibliothek – insgesamt fast 90 000 Einheiten. Die Kreisbestände wurden aus dem Gebäude in der Bornaer Lessingstraße in die Regalsysteme des Neubaus eingeordnet und stehen dort der Fahrbibliothek und den Bibliotheken des Umlandes, aber natürlich auch den Nutzern der Bornaer Stadtbücherei zur Verfügung. Die gemeinsame Nutzung bietet den Bornaern einen besonderen Vorteil, wie Pertermann hervorhebt: „Vorher musste man ein bis zwei Tage warten, um einen Titel des Kreisbestandes ausleihen zu können, da dieser erst aus der Kreisbibliothek besorgt werden musste. Jetzt können wir das Buch in knapp drei Minuten holen." Kleinere Bibliotheken können Titel anfordern und für maximal drei Monate entleihen, um ihren Bestand temporär zu erweitern. „Es wird auch unter den Bibliotheken intensiv zusammengearbeitet, das System der Mediothek erleichtert hierbei die Arbeit enorm", unterstreicht Pertermann. Auch die Zusammenarbeit in der Onleihe Leipziger Raum werde ausgebaut: Grimma wird als nächstes in das digitale Ausleihangebot der Bibliotheken Borna, Geithain und Naunhof einsteigen, der Vertrag werde momentan erstellt. Doch auch im Hauptgebäude am Martin-Luther-Platz hat sich einiges getan in den fünf Wochen, in denen die Stadtbibliothek geschlossen war. Wer lange nicht mehr vor Ort war, wird sich wohl erst einmal erstaunt umschauen: Wegen des Durchgangs zum neuen Anbau musste das Erdgeschoss umgestaltet werden. So entstand die Idee für die „Mediencafé-Ecke". An einem Automaten kann sich der Nutzer Kaffeespezialitäten und Tee holen und diese dann in angenehmer Leseatmosphäre genießen. Außerdem wurde ein neuer Fußboden verlegt, die Wände erstrahlen in neuen Farben, und bis auf die Kinderliteratur wurden alle Medien umgeräumt. „Es war ein ganz schöner Aufwand, größer als der, den der Neubau verursachte", blickt Pertermann zurück. Seit nunmehr einem Monat ist die Bibliothek wieder öffentlich zugänglich. Anlässlich ihres 135. Jubiläums sind in der Woche vom 8. bis 13. Oktober verschiedene Veranstaltungen geplant, unter anderem ein Kindertag zum Thema „Märchen", eine Neuauflage des Wiener Kino-Cafés und eine Lesung mit Holger Witzel. Zum Tag der offenen Tür wird auch der ansonsten für die Besucher verschlossene Anbau begehbar sein.

Helena Henzel

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