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Andrang an der Knolle

Andrang an der Knolle

Am Kartoffellagerhaus im Landwirtschaftsbetrieb in Kitzscher herrschte am Samstagmorgen ein reger Besucheransturm. Von 9 bis 12 Uhr drehte sich alles rund um die begehrte graubraune Knolle.

Kitzscher. Der Landwirtschaftsbetrieb war auf diesen Ansturm bestens vorbereitet, denn eine große Tafel, auf der 21 Sorten ausgebreitet waren, lud zum Schauen und Anfassen ein. "Wir bieten den Besuchern die Möglichkeit, Pflanzkartoffeln vor dem Kauf zu prüfen", betont Geschäftsführer Martin Landgraf. Jeder Kartoffelanbauer hat seine eigenen Vorstellungen, wie die Knolle auszusehen hat. Der eine mag sie etwas länglich, ein anderer hingegen bevorzugt eher die rundere Sorte. Das Aussehen allein ist nicht entscheidend, weiß der Geschäftsführer zu berichten, sondern auch der Ertrag, den die eingepflanzten Knollen einmal bringen sollen, ist von Bedeutung. Während sich mancher mit der Ernte weniger Kartoffeln, aber in einer hochwertigen Qualität begnügt, haben einige wiederum den höheren Ertrag im Blick. Auch die Kartoffelgröße gehört bei der Sortenauswahl mit dazu. Genauso sei die Farbe mit entscheidend für den Kauf einer bestimmten Sorte. Über jede ausgestellte Pflanzkartoffel gab es eine ausführliche Schilderung. Und wer mehr darüber wissen wollte, konnte sich an Martin Landgraf wenden, der die einzelnen Kartoffelarten gut kennt und sogar Pflanzhinweise geben konnte.

Helmut Wilhelm aus Poischwitz hat den Weg bis nach Kitzscher nicht gescheut. "Hier bekomme ich viele Sorten auf einmal gezeigt. Deshalb komme ich jedes Jahr hierher, um mir ein Bild zu machen bevor ich kaufe. Auch Karl Heinz Ebock lässt sich das alljährlich stattfindende Ereignis in Kitzscher nicht nehmen. "Ich bevorzuge jene Spezies, die mit wenig Pflanzenschutz auskommen", betont er. Obwohl in die Jahre gekommen, erweist sich die Kartoffelsorte Adretta nach wie vor als Renner. "Diese Kartoffel ist vielen noch aus DDR-Zeiten bekannt", bemerkt Martin Landgraf. Zwar besitzt diese im Vergleich zu anderen Arten vom Ertrag und der Widerstandsfähigkeit her keine bedeutenderen Eigenschaften, wird jedoch weiterhin von vielen Kleingärtnern und Kleinbauern bevorzugt." Es sind nicht nur die althergebrachten Pflanzkartoffeln, welche die Besucher zum Kartoffeltag kaufen. Als Exot unter den Kartoffeln benennt Martin Landgraf die Blaue St. Galler, deren Farbe bis ins Fleisch blau ist. "Wegen des Aussehens sollte die Hausfrau davon keinen Kartoffelsalat zubereiten", scherzt Martin Landgraf. Erstmals bot der Landwirtschaftsbetrieb Steckzwiebeln an, die genauso gern gekauft wurden. Selbst der Heimatverein war mit Schmackhaftem aus der Feldküche vertreten, bestimmt, weil Kartoffelkauf den Appetit anregt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.03.2013

Beukert, René

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