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Borna Anfang April brennt voraussichtlich wieder Fackel überm Chemiewerk
Region Borna Anfang April brennt voraussichtlich wieder Fackel überm Chemiewerk
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16:24 28.03.2018
Anfang April beginnen im Chemiewerk Dow in Böhlen Wartungsarbeiten. Dann wird voraussichtlich auch wieder zeitweilig die Hochfackel brennen. Quelle: Andreas Döring
Böhlen/Lippendorf

Über dem Chemiewerk Dow im Industriegebiet Böhlen/Lippendorf wird Anfang April voraussichtlich wieder zeitweise die Hochfackel brennen. Grund sind umfangreiche Inspektions- und Wartungsarbeiten, die das Unternehmen von Anfang April bis Ende Mai an seinem Böhlener Standort vornimmt.

Betroffen sind laut Dow-Sprecherin Sandra Brückner die Anilin- und Acrylsäureanlage sowie Anlagenteile des Aromatenkomplexes. Dabei handelt es sich um eine Anlage zur Aufarbeitung von Pyrolysebenzin. „Damit investiert das Unternehmen weiter in die Sicherheit der Produktionsprozesse und die Wettbewerbsfähigkeit der Anlagen“, sagt die Unternehmenssprecherin. Die technische Überprüfung der Anlagen sei gesetzlich vorgeschrieben und werde vom TÜV überwacht und kontrolliert. Die Arbeiten würden nach dem Osterwochenende beginnen.

Anlage wird auf Herz und Nieren überprüft

Insgesamt rund 650 Mitarbeiter von Partnerfirmen werden die Dow-Belegschaft unterstützen, um die Anlagen auf Herz und Nieren zu überprüfen. Der Großteil der Leistungen, so heißt es in der Mitteilung des Unternehmens, sei an Firmen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt vergeben worden. Ziel sei, alle Arbeiten unfallfrei und im vorgegebenen Zeitrahmen durchzuführen.

In der ersten Aprilwoche beginnt das Unternehmen mit dem schrittweisen Abfahren der Anlagen. Dies ist Voraussetzung, um die anschließenden Reinigungs-, Inspektions- und Wartungsarbeiten durchführen zu können. „Dabei kann eine zeitweise sichtbare Hochfackelbelastung nicht gänzlich ausgeschlossen werden“, kündigt Sandra Brückner an.

Auch kurzzeitige Geruchsbelästigung möglich

Die Fackel geht in der Regel dann in Betrieb, wenn bei geplanter oder ungeplanter Abschaltung von Anlagen überschüssige Gase verbrannt werden müssen. Auch eine kurzzeitige Geruchsbelästigung sei möglich, weil geschlossene Anlagensysteme geöffnet werden. „Dow bittet die Nachbarschaft um Verständnis und setzt alles daran, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten“, versichert die Sprecherin im Namen des Unternehmens.

Für 2019 sind schon die nächsten Inspektions- und Wartungsarbeiten geplant. Dann steht mit dem Cracker die Hauptanlage des Chemiewerkes Böhlen auf der Agenda. Außerdem wird im nächsten Jahr an der Aromaten- und Butadienextraktionsanlage sowie an Hilfs- und Nebenanlagen gearbeitet.

Von André Neumann

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