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Borna Angst vor noch mehr Lärm in Espenhain
Region Borna Angst vor noch mehr Lärm in Espenhain
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17:30 19.05.2015
Der Holzplatz Rötha aus der Luft. Quelle: Privat

Die Espenhainer fordern ein paar Nachbesserungen. Gegebenenfalls solle ein zweiter Gutachter zum Thema befragt werden, kündigte Bürgermeister Jürgen Frisch (parteilos) an.

Von Saskia Grätz

Beim Lärm gehen in Espenhain verständlicherweise sofort die Alarmglocken an. Zu hoch sind die Verkehrsbelastungen durch die B 95, bis zur Fertigstellung der A 72 werden sie noch zunehmen. Die auf dem Holzplatz geplanten Autorennen sollten nach Ansicht der Espenhainer auf maximal drei Wochenenden und drei Trainingssonnabende beschränkt werden. In der Planung war von zwölf Tagen beziehungsweise vier Wochenenden, in der schalltechnischen Untersuchung von zehn Tagen die Rede.

Klarheit wünschen sich die Nachbarn auch zur Nutzung des Areals. Falls neben dem Motorsport andere Nutzungen vorgesehen sind, wird eine Beurteilung nach der Sportanlagenlärmschutzverordnung als notwendig erachtet. Widersprüche sehen die Espenhainer in der vorliegenden schalltechnischen Untersuchung, die zum einen von einer Überschreitung der zulässigen Werte bei Autocross-Veranstaltungen ausgeht, zum anderen von einer Unterschreitung. Im Übrigen betrachte die vorliegende Untersuchung lediglich die Immisionswerte für Espenhain und Rötha. Aufgrund der vorherrschenden Windrichtung müsse auch die Ortslage Pötzschau und das Gewerbegebiet der LKG mbH betrachtet werden. "Dort gelten andere Richtwerte", erläuterte Frisch. Wenn dort an ausgewählten Sonnabenden gearbeitet wird, müsse auch dem Schutzbedürfnis der Beschäftigten Rechnung getragen werden. Weitere Details der schalltechnischen Untersuchung werden kritisch hinterfragt oder angezweifelt.

Leidvolle Erfahrungen deutete ein Zedlitzer an, der extra in die Sitzung gekommen war. Der Lärm sei unheimlich groß gewesen, zehn Jahre habe man dagegen gekämpft. "Ich wollte den Bürgern etwas gutes tun", warnte er und verwies auf ein Lärmschutzgutachten für Espenhain, das im Landratsamt liege. Das Material werde sich die Gemeinde anschauen, sagte Frisch. Wenn es neue Erkenntnisse gibt, werde sofort reagiert. Die mit einer Gegenstimme verabschiedete Stellungnahme sei nicht die letzte bei diesem Verfahren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.03.2013

Grätz, Saskia

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