Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Anpfiff zur Sanierung: 650.000 Euro für Sporthalle Borna-Ost bewilligt
Region Borna Anpfiff zur Sanierung: 650.000 Euro für Sporthalle Borna-Ost bewilligt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:37 19.10.2015
Für Klaus Sachse, Chef der AG Sport, ist mit dem Fördermittelbescheid für die Turnhalle in Ost ein wichtiges Tor gefallen. Quelle: Jens Paul Taubert
Anzeige
Borna

"Das ist die höchste Summe, die der Freistaat Sachsen in diesem Jahr in kommunale Sportstätten im Landkreis Leipzig investiert hat und darüber hinaus eine der höchsten in ganz Sachsen", so Ulbig. Zur Finanzierung 1,5 Millionen teuren Baumaßnahme rechnet die Stadt Borna allerdings mit rund 750.000 Förderung. Die momentane Lücke von 100.000 Euro soll laut Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) über weitere Programme wie EFRE und Stadtumbau Ost geschlossen werden. Sie zeigte sich erleichtert, dass endlich Bewegung in das Projekt kommt. "Lange genug mussten die Sportvereine warten und hoffen, deshalb ist es besonders schön, endlich die Gewissheit zu haben, dass wir diese für Borna so wichtige Sportstätte erhalten und sanieren können", so Luedtke.

Bei seinem Besuch vor Ort konnte sich Ulbig ein Bild vom Sanierungsbedarf der Einrichtung machen. Die aus den 80er-Jahren stammende Halle hat ihre besten Zeiten längst hinter sich. Wassereinbrüche durch das undichte Dach und an den Anschlüssen des Tribünenanbaus haben zu erheblichen Schäden an der Gebäudesubstanz geführt. Die Hallendecke gleicht einer Mondlandschaft. Sanitäre Einrichtungen sind verschlissen. Wenn bei vollen Spielbetrieb die Duschen auf Hochtouren laufen, steht das Wasser. "Wir haben uns damit bislang abgefunden", sagte Jörg Sembner, Chef der Bornaer Handballer. Aber für Gastmannschaften sei der Zustand kaum nachvollziebar. Bei Punktspielen würden regelmäßig die ins Spiel ragenden Netze und die im Boden versenkten Konstruktionen für die Spielanlagen der Volleyballer angemahnt. "Dieser Zustand ist eigentlich unhaltbar", so der Handballchef.

Wegen der mangelnden Alternativen teilten sich die Handballer die Drei-Felder-Halle mit den Bornaer Volleyballerinnen und der Hockeymannschaft des SV Blau-Gelb Borna."Wir brauche die Halle unbedingt", sagte Gunter Sachse, Stadtrat in der Linksfraktion und Vorsitzender der AG Sport. Als eine von zwei Hallen in Borna, die für den Wettkampfbetrieb geeignet sind, würde sie 50 Prozent der Kapazitäten ausmachen. Henry Kunze, Chef von Blau-Gelb, fragte nach den Plänen des Freistaates zur Unterbringung von Flüchtlingen in dieser Immobilie. "Die Halle wird ja für den Schulsport nicht mehr gebraucht", so seine Besorgnis. Ulbig beruhigte die Sportler. "Das ist kein Thema", sagte er. Für diese Zwecke sei die Einrichtung nicht geeignet.

Wann die Sanierung losgehen soll und wie lange die Halle dann für den Vereinssport gesperrt sein wird, war gestern noch nicht absehbar. "Frühestens 2016", so Luedtke, die mit dem Bescheid der ausstehenden Fördermittel im Dezember rechnet. "Planungsvorlauf haben wir", sagte Baubürgermeister Frank Stengel. So stünden die Erneuerung der Dachkonstruktion mit Wärmedämmung und Eindeckung sowie der Einbau von sechs Lichtkuppeln auf der Agenda. Im gesamten Objekt seien neue Fenster und Türen sowie eine Volldämmung der Außenfassade vorgesehen. Der Einbau ballwurfsicherer Systemleuchten und die Montage einer neuen Unterhangdecke sowie ein neuer Hallenteiler, eine schwenkbare Sprossenwand und eine Deckenstrahlungsheizung sollen die Hallen auf modernen Standard bringen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der 21. Oktober genießt bei Cineasten Kultstatus. In Teil zwei von Robert Zemeckis Kulttrilogie "Zurück in die Zukunft" reisen Marty McFly (Michael J-Fox), Jennifer Parker (Elisabeth Sue) und Doc Brown (Christopher Lloyd), die Protagonisten des Films, ins Jahr 2015 und kommen am 21. Oktober im kalifornischen Hill Valley an.

16.10.2015

Rund um das Industriegebiet Böhlen-Lippendorf sorgen Pläne für ein Klärschlammzwischenlager für Besorgnis. Das Unternehmen LAV Markranstädt (Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum) hat die Bürgerkontaktgruppe für den Industriestandort über entsprechende Pläne auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage des Altkraftwerkes Lippendorf informiert.

17.10.2015

Sie sehnen sich nach etwas Privatsphäre, einer Dusche und Ruhe. Unter den 50 Asylbewerbern, die am Dienstagnachmittag aus dem Bus steigen, sind Ehepaare mit Kindern, junge Männer mit ihren Eltern und alleinstehende Männer. Sie stammen aus Syrien, zwei Familien haben Albanien als Heimat hinter sich gelassen.

14.10.2015
Anzeige