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Anteil an der Küchendienstleistung steigt für Groitzscher Eltern

Kindereinrichtungen Anteil an der Küchendienstleistung steigt für Groitzscher Eltern

Der Stadtrat Groitzsch hat am Donnerstag in seiner Sitzung mehrheitlich die Erhöhung des Elternanteils für die Küchendienstleistung der Mittagessenversorgung in den Kindereinrichtungen beschlossen. Damit zahlen die Eltern statt bisher 20 Cent pro Portion nun 40 Cent. Der Betrag ist der Anteil zum Beispiel für das Abwaschen des benutzten Geschirrs.

Auf die Eltern der Kinder in Groitzscher Einrichtungen kommen höhere Kosten zu. Der Stadtrat hat den Anteil an der Küchendienstleistung, wie zum Beispiel Abwasch, erhöht.

Quelle: www.fotoschneider.com

Groitzsch. Der Stadtrat Groitzsch hat am Donnerstagabend in seiner Sitzung mehrheitlich die Erhöhung des Elternanteils für die Küchendienstleistung der Mittagessenversorgung in den Kindereinrichtungen beschlossen. Damit zahlen die Eltern statt bisher 20 Cent pro Portion nun 40 Cent. Der Betrag ist der Anteil zum Beispiel für das Abwaschen des benutzten Geschirrs.

Noch vor dem Aufrufen des Tagesordnungspunktes hatte Peter Fröhlich von der Fraktion „Groitzscher Wählervereinigung Bürgerinitiative Soziales Sachsen“ (GWV BISS) den Antrag eingebracht, den Punkt von der Tagesordnung zu nehmen. „Wir sind an sich nicht dagegen, den Anteil zu erhöhen, aber das kommt zum falschen Zeitpunkt“, begründete er. Er regte an, zunächst eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich zum einen mit der Qualität und zum anderen mit den Anbietern des Essens beschäftigen solle. „Wir haben im Vorfeld mit mehreren Leiterinnen gesprochen, wir sehen deutlichen Handlungsbedarf – vor allem in Hinblick auf die Inhalte und die Qualität des Essens“, erklärte er. Bürgermeister Maik Kunze (CDU) schien von dem Vorstoß nicht begeistert, er betonte, die Kosten für das Essen und für die Küchendienstleistung dürften nicht verwechselt werden. „Das Geschirr wäscht sich nicht alleine ab, die Erhöhung hat mit der Qualität nichts zu tun.“ Davon unabhängig könne sich ja eine Arbeitsgruppe in den kommenden Wochen des Themas annehmen.

Mehrheitlich beschloss der Rat, das Thema auf der Tagesordnung zu belassen. Hintergrund für den Beschluss ist, dass die Küchendienstleistung die Stadt jährlich 40 500 Euro kostet. Derzeit liegt der Anteil für die Eltern pro Portion bei 20 Cent. Mit zukünftig 40 Cent könnte die Kostenunterdeckung um 8000 auf dann 32 500 Euro reduziert werden. Befristet ist die Erhöhung laut Beschluss auf drei Jahre. Wollte die Stadt die Kostendeckung nach dem Verursacherprinzip (also die Kinder und Eltern) erzielen, müssten die Kosten für die Dienstleistung vollständig auf die Nutzer über den Essenspreis gedeckt werden. Was hieße, dass die Kosten dann bei 1,15 Euro je Portion liegen würden. Kunze machte noch einmal deutlich, „dass die Übernahme der Kosten durch die Stadt keine Pflichtaufgabe ist“, vielmehr übernehme Groitzsch diese Aufgabe freiwillig.

Rico Fiedler (Freie Wählergemeinschaft Groitzsch und Ortsteile) forderte, die Erhöhung zunächst einmal auf ein Jahr zu begrenzen. „Doch dann verlagern wir das Problem auch nur in die Zukunft“, erwiderte Kunze. Der Verwaltungsausschuss hatte in seiner letzten Sitzung dem Stadtrat die Erhöhung empfohlen und diese als moderat bezeichnet. Betroffen sind die Kindereinrichtungen, in denen die Küchendienstleistung nicht vom Essenslieferanten übernommen wird, also Spatzennest, Zwergenland, Cöllnitzer Landmäuse, die Kleinen Strolche und Schilfkörbchen.

Weitere Punkte auf der Tagesordnung der Sitzung waren am Donnerstag eine weitere Lesung der Haushaltssatzung, der Beschluss über die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans und der Beschluss über die Erweiterung des SOP-Fördergebietes um den Schützenplatz und das angrenzende Volkshaus.

 

Von Julia Tonne

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