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Antwort aus Regis empört Deutzener

Antwort aus Regis empört Deutzener

Ganz klar ablehnend hat sich die Stadt Regis-Breitingen zur von Deutzen gewünschten Auflösung der gemeinsamen Verwaltungsgemeinschaft (VG) geäußert. Gegen die Haltung und die Argumentation hagelt es Protest aus Deutzen.

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Verblasstes Verkehrsschild Deutzen.

Quelle: Günther Hunger

Deutzen. Der Stadtrat von Regis-Breitingen hatte die Stellungnahme der Stadt gegenüber dem Landratsamt Ende März beschlossen (die LVZ berichtete). Regis sieht demnach keine dringende Gründe für eine Auflösung der VG, dagegen aus eigener Sicht Gründe, sie beizubehalten. Die hochverschuldete Gemeinde Deutzen sieht ihr einziges Heil dagegen in der bereits verabredeten Eingemeindung nach Neukieritzsch. Dazu muss zuvor die VG aufgelöst werden.

Aus Sicht von Regis-Breitingen sei die Haushaltlage von Deutzen zwar schlecht aber "nicht ausweglos". Eine Formulierung, über die Jens Buder aus Deutzen nicht lachen kann. "Was muss noch passieren, damit endlich mal einer mitbekommt, dass es reicht", fragt Buder. Regis-Breitingen hatte zudem darauf hingewiesen, dass bei der Beurteilung der Situation nicht nur Deutzener Interessen betrachtet werden dürften. "Was für Interessen?", fragt Buder empört. Das Interesse der Deutzener richte sich auf "Normalität, vernünftige Straßen, Bürgersteige, auf denen man auch laufen kann, Grundsteuern, die man sich leisten kann". Er könne sich außerdem nicht erinnern, dass er beziehungsweise seine Kinder "irgendetwas mit der Verschuldung Deutzens zu tun haben".

Eva-Maria Gaida stellt fest, dass in Regis-Breitingen niemand Interesse habe, dass Deutzen aus seiner miserablen Lage herauskommt. "Wir Bürger müssen für die Fehler, die unsere Politiker Anfang der 90-er Jahre gemacht haben, gerade stehen. Obwohl wir gar nichts dafür können, müssen wir jetzt dafür bluten", nimmt die Deutzenerin kein Blatt vor den Mund. Ihrer Ansicht nach werde es noch Jahre dauern, bis "diese sogenannte Gemeinschaft" aufgelöst wird, sie vermutet so lange, bis Regis einen geeigneten Partner gefunden hat. "Aber", setzt sie hinzu, "wir Deutzener Bürger weigern uns, einmal zu Regis zu gehören. Dieser Zug ist abgefahren!" Nur Neukieritzsch könne Deutzen aus der aussichtslosen Finanzlage helfen. In Regis-Breitingen, darauf weist Eva-Maria Gaida hin, seien alle eigenen Straße saniert. "Davon kann Deutzen nur träumen", zieht sie den Vergleich.

Der Deutzener Werner Wehefritz, einer der sich regelmäßig zu Wort meldet und kaum eine Gemeinderatssitzung verpasst, wirft den Stadträten von Regis-Breitingen vor, es würden für sie nur Sachwerte im Mittelpunkt stehen "und die Bürger von Deutzen sollen wieder die Verlierer sein". Wehefritz zieht aus der Haltung von Regis-Breitingen den Schluss, dass die Deutzener Bürger weiter vorgeführt werden sollen. Auch er führt vor allem die "katastrophalen und gesundheitsgefährdenden Straßen" ins Feld, erinnert an die beinahe geschehene Selbstauflösung des Gemeinderates und die hohe Steuerlast.

Wann das Kommunalamt des Landratsamtes zu einer Entscheidung über die von Deutzen beantragte Auflösung der VG kommt, sei laut Behördensprecherin Brigitte Laux noch nicht zu sagen. Derzeit prüfe man die umfangreiche Stellungnahme aus Regis-Breitingen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.04.2013

Neumann, André

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