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Borna Arbeiten an Ferngas- und Stromnetz: Umleitung in Groitzscher Süden und Norden
Region Borna Arbeiten an Ferngas- und Stromnetz: Umleitung in Groitzscher Süden und Norden
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20:00 28.07.2017
Stadt Groitzsch Quelle: Jens Paul Taubert
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Groitzsch

Eine neuerliche Sperrung verhindert weiter die kürzeste Verbindung zwischen Groitzsch und Lucka (Thüringen) auf der Staatsstraße  61. Ab Montag laufen Arbeiten an einer Ferngasleitung bei Nöthnitz, die Umleitungen erforderlich machen. Seit Februar schon konnte die direkte Strecke nicht genutzt werden, weil kurz hinter der sächsisch-thüringischen Landesgrenze bei Prößdorf eine Brücke abgerissen und die Straße neu gebaut wurden. Aber auch nördlich von Groitzsch ist die S 61 derzeit nicht durchgängig zu befahren. Hier wird an Stromleitungen gearbeitet.

Gasleitung wird in Nöthnitz erneuert

Der überregionale Fernleitungsnetzbetreiber Ontras Gastransport mit Sitz in Leipzig lässt aktuell an vielen Stellen Straßenunterquerungen erneuern, ab der nächsten Woche auch in Nöthnitz. „Als die Leitungen damals gebaut wurden, waren der Verkehr und damit die Straßenbelastung noch nicht so hoch“, sagt Pressesprecher Ralf Borschinsky. Um Gefährdungen für die Pipeline zu vermeiden, werde nun mit modernen Verfahren der stärkeren Beanspruchung Rechnung getragen. Angekündigt ist hier ein „Mantelrohrausbau mit Medienrohrwechsel.

„Dabei geht es um eine Stichleitung mit 30 Zentimeter Durchmesser, die Erdgas zwischen Lippendorf und der Gemeinde Elsteraue in Sachsen-Anhalt transportiert.“ Wie hier müsse manchmal die Straße geöffnet und deshalb gesperrt werden. Andernorts reiche es, unter der Fahrbahn durchzubohren – wie an der Bundesstraße 176 bei Großpriesligk, nahe der Zu­fahrt Käferhainer Straße. Das gehört zur regelmäßigen Wartung der Anlagen, für die Ontras bei seinen 7000 Kilometer Leitungen in Ostdeutschland jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag ausgibt, sagt Borschinsky.

Für den Verkehr bedeutet das: kein Durchkommen auf der S 61. Die Umleitung in Richtung Lucka, Süden, ist über die S 65 ausgeschildert – von Groitzsch (Friedrich-Ebert-, Altenburger, Hospital- und Zeitzer Straße) über die Orte Alten­groitzsch, Saasdorf und Gatzen, wo dann links zur S 61 (zwischen Nöthnitz und Methewitz) abzubiegen ist; diese Querverbindung (Kreisstraße 7953) wird zur Einbahnstraße. In Richtung Norden verläuft die Umleitung bereits ab Michelwitz nach Auligk (Kreisstraße 7953), ebenfalls als Einbahnstraße, ehe es über die S 65 (Kleinprießligk, Löbnitz-Bennewitz, Gatzen und weiter) nach Groitzsch geht. Das soll zunächst bis 6. August gelten. Wenn die Arbeiten geschafft sind, stehen Sperrungen einer Gemeindestraße in Nöthnitz und der Kreisstraße nach Gatzen an.

Neue Stromleitungen in Schnaudertrebnitz

In Schnaudertrebnitz hat die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom (Mitnetz Strom) die Arbeiten beauftragt; sie optimiert derzeit das Mittelspannungsnetz für die Stadt Groitzsch. Dafür werden im Dorf rund 300 Meter Leitung neu verlegt, informiert Pressesprecherin Maxi Ru­dolph. Die alten Kabel würden den erhöhten thermischen Belastungen nicht mehr standhalten, wenn neu errichtete Fotovoltaik-Anlagen ans Netz angeschlossen werden. Bisher gilt eine Straßensperrung bis zum 4. August, wobei die Umleitung über die Bundesstraße 2 erfolgt. Rudolph spricht aber vom voraussichtlichen Termin 11. August.

Weitere Arbeiten sollen im An­schluss auf einem Feld erfolgen. Ende August ist die Inbetriebnahme der neuen Leitung geplant. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf circa 35 000 Euro, informiert die Mitnetz-Pressesprecherin.

Von Olaf Krenz

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