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Borna Arbeitsamt und Jugendgefängnisvereinbaren engere Zusammenarbeit
Region Borna Arbeitsamt und Jugendgefängnisvereinbaren engere Zusammenarbeit
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14:10 19.05.2015

Im Mehrzwecksaal sitzen dann neben Mitarbeitern der Anstalt auch Häftlinge und Angehörige. Unterrichtet werden die Gefangenen von Joachim Rose, dem früheren Schulleiter in Regis-Breitingen. Auch diesmal zeigten die fünf jungen Männer wieder Beachtliches auf dem Instrument, spielten beispielsweise Beethovens "Für Elise", ehe professionelle Musiker das Konzert fortsetzten. Es war war das sechste Konzert der Reihe "Musik hinter Gittern" in Regis-Breitingen, organisiert von der Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation.

Diesmal war unter den Zuhörern auch Cordula Hartrampf-Hirschberg, die Vorsitzende der Geschäftsführung der auch für den Landkreis Leipzig zuständigen Agentur für Arbeit Oschatz. Hintergrund war, dass im Rahmen des Konzerts eine Vereinbarung unterschrieben wurde, mit der die Arbeitsagentur und die JSA ihre schon bestehende Zusammenarbeit zur Eingliederung Entlassener ins Berufsleben in einen rechtlichen Rahmen kleiden und intensivieren wollen.

"Mit dieser Kooperationsvereinbarung intensivieren wir das Übergangsmanagement für die Zeit nach der Entlassung und ebnen eine möglichst nahtlose Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt", kennzeichnet Uwe Hinz, Leiter der JSA Regis das Wesen der Vereinbarung, die am Mittwochabend gemeinsam mit der Agenturchefin der stellvertretende Anstaltsleiter Rüdiger Haase unterzeichnete. Im Kern geht es um die Beratung der Gefangenen, die vor der Entlassung stehen, durch die Arbeitsagentur und das unterstützende Einwirken der Anstalt auf die jungen Männer. Schon jetzt, sagt Agentursprecher Volkmar Baier, gehe ein Mitarbeiter der Agentur einmal monatlich in die JSA. Dort wird in Gruppengespräche allgemeine Berufsorientierung gegeben, auf Wunsch finden Einzelgespräche statt. Daran nähmen laut Anstaltssprecher René Selle zunächst Gefangene teil die sich dafür interessieren und melden, "wir wirken aber auch darauf hin". Aufgabe der JSA ist es laut Vereinbarung auch, den Häftlingen beim Ausfüllen der Unterlagen etwa für das Arbeitslosengeld zu helfen und dafür zu sorgen, dass die sich nach der Entlassung sofort bei der Arbeitsagentur melden.

Die rechtzeitige Beratung von Gefangenen sei laut Baier wichtig, zumal die jungen Männer mitunter noch keinen Abschluss hätten, der aber für eine berufliche Entwicklung wichtig sei. Auf die Schwierigkeiten bei der Arbeit mit Strafgefangenen wies Agenturchefin Hartrampf-Hirschberg hin: "Wir streben an, Wege zum beruflichen Ausbildungsabschluss beziehungsweise Berufswiedereinstieg zu ebnen", erklärte sie und fügte hinzu: "Das erfordert Geduld, persönliche Präsenz und partnerschaftliches Engagement. Ich bin überzeugt, es lohnt sich."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.10.2014
André Neumann

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