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Borna Arbeitseinsatz, um das Bornaer Freibad neu zu beleben
Region Borna Arbeitseinsatz, um das Bornaer Freibad neu zu beleben
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14:14 19.05.2015
Die Achtjährigen Jacob Pahlig (re), Leif und Thor Johne wünschen sich, hier bald baden zu können, und packten deshalb mit an. Quelle: René Beuckert

Inmitten des Geländes schluckte ein Häcksler armstarke Äste, die etliche Freiwillige aus dem aufgestapelten Holzhaufen zogen. Auf der einstigen Terrasse des Bades polkten Helfer das Unkraut aus den Ritzen der Bodenplatten.

Zum Arbeitseinsatz aufgerufen hatte der Freibadverein - und viele waren dem gefolgt. "170 Leute sind schon am Vormittag gekommen", hob Vereinsvorsitzender Holger Luedtke hervor. Bis zum Nachmittag rechnete er mit weit über 200 Teilnehmern. Seit Jahren bereite der Verein das Projekt "Freibad an der Whyraaue" vor. Der Verein habe sich gegründet, um die Wiederbelebung des Bades zu fördern. "Seit neun Jahren kämpfen wir um die Erneuerung des Freibades, das 2006 mit Beschluss des Stadtrates geschlossen wurde", so Luedtke. Auf dem Areal habe es seither aber trotzdem Veranstaltungen der verschiedensten Art gegeben. Da viele Bürger auf ihn zugekommen seien, um eine solche Aktion wie diese ins Leben zu rufen, habe der Verein die Initiative ergriffen. Deshalb freue er sich um so mehr, dass viele Bornaer mit Hand anlegen, denen die Wiedereröffnung des Freibades ganz offensichtlich am Herzen liege.

Urte Fischer gehört zu jenen, die dem Unkraut den Kampf ansagten. "16 Kinder helfen mit", betonte die Leiterin des Kinder-und Jugendheimes "Pestalozzi". Für ihre Einrichtung sei das Freibad wichtig. "In der Winterzeit nutzen wir das Hallenbad, doch im Sommer müssen wir auf umliegende Bäder ausweichen, was mit Zeitaufwand verbunden ist. Eine Badegelegenheit vor Ort würde den Kindern im Sommer eine interessante Freizeitbeschäftigung bieten."

Selbst der Projektant des einstigen Bades Klaus Sachse war mit von der Partie. "Einst gab es in Borna drei Schwimmbäder", erinnerte er sich. 1964/65 hätten sie begonnen, das Freibad am Kuhteich im NAW, im Nationalen Aufbauwerk, aufzubauen. Materialengpässe habe es zwar gegeben, doch da der Bau unter der Regie des Braunkohlenwerkes Borna vonstatten ging - das neben Arbeitskräften Maschinen für zur Verfügung stellte -, sei das Bad mit vereinter Kraft vollendet worden: "Zur Eröffnungsfeier kamen Tausende Leute." Auch Elke Sachse folgte dem Aufruf gern. "Hier habe ich meine Schwimmstufen abgelegt und auch meine Kinder sind hier ins Freibad gegangen."

Klaus Sachse ist es ein besonderes Anliegen, das Freibad abermals mit aus der Taufe zu heben. Einige Bauten könne man modernisieren und weiter nutzen, um die Kosten gering zu halten. Neu hingegen sei die Schilfkläranlage, mit der man gänzlich auf Chemie verzichten könne, sage er. Jetzt hoffe er, dass das Projekt im Stadtrat eine Mehrheit finde. Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) nannte den Arbeitseinsatz eine gelungene Sache. Sie zeigte, dass die Bornaer sind an ihrem Freibad interessiert seien.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.04.2015
René Beuckert

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