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Asphalt im Sporthaus Pegau: „Kein Wischen möglich“ – TuS lehnt Übernahme ab

Nach Sanierung Asphalt im Sporthaus Pegau: „Kein Wischen möglich“ – TuS lehnt Übernahme ab

Der Turn- und Sportverein Pegau 1903 will das sanierte Sporthaus nicht übernehmen. Er sperrt sich wegen der Qualität des Bodens – eine Art Asphalt. „Da kommt man sich vor wie auf einem besseren Parkplatz“, sagt TuS-Chef Helfried Krause. „Der Boden kann nicht mal gewischt werden.“ Pegaus Bauamtsleiter Gunther Grothe spricht von einem überspitzten Problem.

Das eingeschossige Sporthaus-Gebäude in Pegau ist – mit einer längeren Pause wegen Statikproblemen und Fördermittelnachforderung – seit Mitte 2015 saniert worden. Der Turn- und Sportverein will es nun wegen der Qualität des Fußbodens nicht übernehmen.

Quelle: Andreas Döring

Pegau. Die Sanierung des Pegauer Sporthauses, die die Folgen des Hochwassers 2013 beseitigt hat, ist schon eine Weile abgeschlossen. Und doch gibt es ein Hindernis für die Nutzung, die ursprünglich schon für Frühjahr 2016 und dann nach überraschenden Bauproblemen sowie Fördergelderhöhung für diesen April/Mai geplant war. Der Turn- und Sportverein Pegau 1903, der das Objekt übernehmen soll, was er eigentlich auch will, sperrt sich derzeit wegen der Qualität des Fußbodens.

Das Logo des Turn- und Sportvereins Pegau 1903

Das Logo des Turn- und Sportvereins Pegau 1903

Quelle: Verein

„Der ist natürlich auch erneuert worden, aber in einer Art Asphalt“, sagt TuS-Vorsitzender Helfried Krause. „Da kommt man sich vor wie auf einem besseren Parkplatz. Der Boden kann nicht mal gewischt werden, so uneben ist der. Wie soll der denn sauber gemacht werden?“ Zunächst habe er das in einer Vor-Ort-Besprechung mit Bürgermeister, Bauamtsleiter und Kämmerer im Juni gesehen und kritisiert. „Wir wussten ja vorher nichts davon. Daraufhin hat der TuS-Vorstand die Übernahme des Sporthauses abgelehnt, wenn es keine Änderung gibt“, so Krause. „Das habe ich Ende Juni in einem Schreiben dem Rathaus mitgeteilt. Eine Antwort steht noch aus.“

Bauamtsleiter Gunther Grothe kann den Ärger nicht verstehen. „Das ist doch kein Tanzhaus. Der Boden entspricht der Nutzung.“ Er habe sogar noch mal einen Gutachter hingeschickt, der die Einhaltung der DIN-Vorschriften bestätigte. „Natürlich ist der Boden nicht spiegelglatt, es gibt kleinere Ansätze. Aber alles ist den Normen gerecht von der Firma ausgeführt worden.“

Aus seiner Sicht überspitze der TuS das Problem. „Das Sporthaus steht jetzt um einiges besser da als vor der Flut“, so Grothe. „Es ist hochwassersicher. Wir haben die Statik des Objekts hergestellt. Es gibt neue Sanitäranlagen und erstmals Duschen.“ Dort wurde natürlich gefliest. Zuvor waren der Keller verfüllt und einige Wände versetzt worden. Elektrik, Gebäudehülle und Außenanlagen wurden ebenfalls erneuert. Weit mehr als 400 000 Euro wurden in das Vorhaben gesteckt, nachdem die Sportler gleich nach dem Hochwasser schon selbst Arbeitsstunden und Geld investiert hatten.

„Sonst haben wir auch keine Einwände“, stimmt Vereinschef Krause mit Grothes Lobeshymne überein. „Bis auf den Boden wurde tatsächlich alles gut ausgeführt.“ Das Gebäude, das zuvor eine Gaststätte und die Wirtswohnung beherbergt hatte, wurde für den TuS umgebaut. „Aus Stube und Schlafraum sind zwei Umkleidekabinen entstanden. Den Saal können wir für größere Veranstaltungen nutzen, die Gaststube wird Versammlungsraum. Eine öffentliche Gaststätte aber betreiben wir nicht“, so Krause. Falls der TuS das Haus übernimmt.

„Und wenn nicht, bleibt es vorerst leer“, entgegnet Amtsleiter Grothe. „Dann müssen wir einen anderen Pächter suchen.“ Lieber wäre ihm jedoch die Einigung mit dem Sportverein.

Von Olaf Krenz

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