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Asphalt ist noch warm: Rötha setzt frühe Straßenfreigabe durch

August-Bebel-Straße Asphalt ist noch warm: Rötha setzt frühe Straßenfreigabe durch

Nach gut einem Jahr Bauzeit kann die August-Bebel-Straße in Rötha wieder durchgängig befahren werden. Freitagnachmittag ist die Freigabe erfolgt. Ärger deutet sich wegen einer gefährlichen Engstelle im unteren Bereich an. Die Verkehrsbehörde sieht hier jedoch keinerlei Beschilderung mehr vor.

Ab sofort ist die August-Bebel-Straße in Rötha wieder frei. Bürgermeister Stephan Eichhorn (3.v.l.) schaute sich zuvor die Trasse mit Straßenmeister Hartmut Seidel (2.v.r.), Bauamtsleiterin Kerstin Haase sowie Vertretern der Firmen an.

Quelle: Andreas Döring

Rötha. Die August-Bebel-Straße in Rötha ist ab sofort komplett für den Fahrzeugverkehr frei. Stadtverwaltung, Baufirma und der Straßenmeister verständigten sich am Freitagmittag darauf, die Straße ab 16 Uhr für den Verkehr frei zu geben. Der untere Teil bis zum Töpferplatz war schon ab Ende März nutzbar.

Noch am Donnerstagabend war unklar, ob es zur Freigabe kommt oder ob der obere Teil der Straße noch länger gesperrt bleibt. Der Grund: kleine Restarbeiten. Offenbar deswegen hatte sich das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), welches für den Bau der Fahrbahn zuständig war, bedeckt gehalten. Die Sperrung war noch für mindestens eine Woche genehmigt.

Doch die Baufirma Reif hatte versichert, man sei mit den Arbeiten im Straßenraum fertig, die Restarbeiten würden den Verkehr nicht behindern. Daraufhin wollte die Stadtverwaltung den frühestmöglichen Termin durchsetzen, was letztlich auch gelang. Vertreter des Lasuv waren zur Freigabe nicht anwesend.

Am Freitagmittag pflasterte ein Kollege von Reif gerade die letzten dreieinhalb Meter des Gehwegs am oberen Bauende, gegenüber wurde der Straßenrand in der Kurve gereinigt. Ein Montagetrupp des ortsansässigen Elektrounternehmens Rademacher bestückte die neuen Lichtmasten mit den neuen, modernen Leuchtenköpfen. Beschilderungen waren angebracht und die Markierungen – unter anderem der Parkflächen vor der Schule – auf dem noch frischen, warmen Asphalt schon aufgetragen. Von Montag bis Mittwoch hatten die Bauleute den Fahrbahnbelag aufgebracht. Straßenmeister Hartmut Seidel stimmte zu, die Straße ab 16 Uhr für den Verkehr frei zu geben.

Damit geht eine Bauzeit von einem Jahr und einem halben Monat zu Ende. Begonnen worden war Mitte Mai vorigen Jahres mit dem Abschnitt unterhalb des Marktplatzes. Der ursprüngliche Plan sah vor, Ende März fertig zu werden.

Hauptauftraggeber waren der Zweckverband Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL) und der Abwasserzweckverband Espenhain für den Tiefbau sowie das Lasuv für den Neubau der Staatsstraße. Die Stadt war mit Gehwegen und der Straßenbeleuchtung beteiligt. Dabei hatte die Stadtverwaltung mit der Gestaltung des breiten Fußweges vor dem Reisebüro und dem Gemüsegeschäft mit Pflanzbeeten einige Diskussionen ausgelöst.

Am Freitag tauchte ein neuer Konflikt auf, einer zwischen der Stadt und den Verkehrsbehörden. Dabei geht es um eine Engstelle im unteren Bereich der August-Bebel-Straße. Zwischen der Ausfahrt des Edeka-Marktes und der Straße Rosental ist die Fahrbahn nur 4,10 Meter breit. Die Situation war am Vorabend noch im Verwaltungsausschuss thematisiert worden, als ein Stadtrat wissen wollte, ob dort eine Beschilderung für wechselseitigen Begegnungsverkehr angebracht werde. Bürgermeister Stephan Eichhorn bejahte das.

Tatsächlich wurden weder die Schilder mit dem roten beziehungsweise weißen und dem schwarzen Pfeil aufgestellt noch ein Halteverbot ausgewiesen. Beides sei von der Verkehrsbehörde nicht angeordnet worden. Es solle ein Schilderwald vermieden werden, begründete Straßenmeister Seidel. Außerdem müssten Autofahrer selbst wissen, dass sie dort nicht halten dürfen. Eichhorn zeigte sich mit der Lösung sichtlich unzufrieden und verwies auf einen Unfall, bei dem hier vor einigen Jahren ein Fußgänger ums Leben kam. Zum Schutz der Fußgänger, sagte René Brand von der Reif Baugesellschaft, würden noch Poller aufgestellt.

Von André Neumann

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