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Auch im nächsten Jahr werden behindertengerechte Umbauten gefördert

Förderprogramm Auch im nächsten Jahr werden behindertengerechte Umbauten gefördert

Mit 164.000 Euro wurden im zu Ende gehenden Jahr im Landkreis Leipzig behindertengerechte Umbauten gefördert. Das Programm Barrierefreies Bauen wird im nächsten Jahr fortgesetzt.

Rollstuhlfahrer sollen es durch behindertengerechte Umbauten leichter haben.
 

Quelle: Andreas Döring

Landkreis Leipzig.  Es sind manchmal nur kleine Veränderungen, aber sie können entscheidend sein. Etwa die Beseitigung einer Schwelle an der Kirche in Naunhof. Weil dort in diesem Jahr außerdem die Toranlage verbreitert wurde, kommen Rollstuhlfahrer dort besser vorwärts. Kostenpunkt: 5500 Euro. Möglich wurden die baulichen Veränderungen durch das sächsische Investitionsprogramm Barrierefreies Bauen, das den Titel „Lieblingsplätze für alle“ trägt. Es wird auch im nächsten Jahr wieder aufgelegt, informiert Karina Keßler, die Sozialamtsleiterin im Landkreis Leipzig.

Das bedeute, dass der Landkreis Leipzig erneut Fördermittel für kleine Investitionen bekommt, mit denen die Lebensqualität behinderter Menschen verbessert werden soll. Bauliche Veränderungen sind danach im Kultur-, Freizeit- und Bildungsbereich sowie im Gesundheitsbereich und in der Gastronomie möglich. Die Höchstgrenze für die Förderung eines einzelnen Projekts liege bei 2000 Euro, heißt es in der Mitteilung der Sozialamtschefin weiter. Dabei könnten bis zu 100 Prozent der anfallenden Kosten gefördert werden. Um aber möglichst viele Projekte mit Fördergeldern unterstützen zu können, sollten die Antragsteller auch Eigenmittel einbringen. Ein Rechtsanspruch auf die Förderung behindertengerechter Umbauten bestehe aber nicht.

Förderfähig, so heißt es weiter, seien etwa Rampen und Lifte oder barrierefreie Sanitäranlagen, aber auch Orientierungshilfen für Sehbehinderte und Blinde oder Höranlagen, etwa in Volkshochschulen, Ärztehäusern und Museen. Nicht förderfähig seien hingegen kommunale Gebäude oder öffentliche Infrastruktur.

In diesem Jahr hatte der Landkreis Leipzig im Rahmen des Programms „Lieblingsplätze für alle“ insgesamt 164.000 Euro ausgezahlt. Damit wurden etwa beim Diakonischen Werk in Grimma eine Eingangstür versetzt und die vorhandene Rampe angepasst, (Kostenpunkt: 25.000 Euro). In Böhlen wurde der Zugang zur Friedhofskapelle behindertengerecht gestaltet (16.000 Euro), während im Neukieritzscher Gemeindehaus eine behindertengerechte Toilette eingebaut wurde. Behindertengerechte Veränderungen auch an der Hohburger Kirche, wo für 25.000 Euro eine Rampe an der Kirche errichtet wurde. Im Colditzer Waldbad gibt es seit diesem Jahr einen Schwimmbadlift (18.000 Euro).

Von Nikos Natsidis

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