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Aufführung in Dittmannsdorf: Regisseurin textet und bügelt die Kostüme

Passionsspiel Aufführung in Dittmannsdorf: Regisseurin textet und bügelt die Kostüme

Zum zehnten Mal zeigen Laiendarsteller in Dittmannsdorf ein Passionsspiel. Herz und Seele des Projektes ist die ehemalige Pfarramtsverwalterin Gisela Keller. Die bügelte noch am Dienstag die letzten Kostüme in der Kirche.

Die Kostüme und Requisiten für das Passionsspiel in der Kirche in Dittmannsdorf liegen bereit.

Quelle: André Neumann

Kitzscher/dittmannsdorf. Mit Oberammergau kann Dittmannsdorf, ein Ortsteil von Kitzscher, noch nicht mithalten. In der bayrischen Gemeinde wird der Leidensweg von Jesus seit dem 17. Jahrhundert in Passionsspielen auf die Bühne gebracht. In der kleinen Dittmannsdorfer Kirche passiert das in diesem Jahr immerhin zum zehnten Mal. Und seit rund einem halben Dutzend Jahren zeigt die Darstellergruppe um Gisela Keller ihr Spiel am Karfreitag auch in der Kirche in Lauterbach.

Die Frau, die bis vor einem Jahr Pfarramtsverwalterin war, hatte die Dittmansdorfer Passionsspiele ins Leben gerufen und bildet bis heute gemeinsam mit ihrem Mann Rainer deren Seele. Neben den beiden sind nur noch Ellen und Hendrik Westert, Gabi Stein und Ronny Frauendorf von Anfang an dabei. Und natürlich Organistin Ursula Sonntag.

In diesem Jahr gehören 18 Kinder, Frauen und Männer von 5 bis 77 Jahren zur Spielergruppe, die die die Leidensgeschichte des Jesus von Nazareth in dessen letzten Stunden bis zur Kreuzigung aufführen. Die Hauptrolle spielt in diesem Jahr Thomas Plötzke. Der und Ronny Frauendorf, der einen Priester spielt, haben am morgigen Freitag auch noch Geburtstag. Dass sie sich dennoch die Zeit für das Passionsspiel nehmen, nötigt Gisela Keller viel Respekt ab.

Den ihre Mitstreiter ganz gewiss auch für sie empfinden. Denn schon bevor sechs Wochen vor dem Karfreitag die Proben beginnen, sitzt Gisela Keller über Büchern und Aufzeichnungen, um das aktuelle Stück zu schreiben. Bisher hat sie dazu meist Vorlagen anderer Aufführungen genutzt und die für Dittmannsdorf umgeschrieben. Was vor allem hieß, die Skripte auf die maximal verfügbaren zwanzig Spieler zu begrenzen. „Da muss manch einer zwei Rollen übernehmen“, sagt Keller, die selbst auch mitspielt.

In diesem Jahr hat sie erstmals ein ganz eigenes Stück geschrieben. In dem kommen drei Engel vor, die Jesus auf seinem leidvollen Gang zur Kreuzigung begleiten, die ihn schützen und „in seinem Leid tragen“, wie sie sagt. So wie auch der Mensch in seinen schwersten Situationen getragen werde, „wenn wir es zulassen und daran glauben“, ist sie überzeugt. Die Engel spielen ihre Enkelinnen Stella und Lara Kuchs ( 12 und 14 Jahre) und die fünfjährige Martha Bemmann. Deren Bruder Theodor (6) versucht sich an der Rolle eines Bauern. Lara begleitet das Stück, zu dem auch acht Lieder gehören, außerdem auf der Flöte.

Gisela Keller ist nicht nur Texterin, Regisseurin und auch selbst Mitspielerin, sie kümmert sich gemeinsam mit ihrem Mann auch um die Requisiten. Anfang dieser Woche hatte sie ihr Bügelbrett mit in die Kirche gebracht, um die letzten Knitter aus den Kostümen zu holen, während ihr Mann schon begann, die Kulissen aufzubauen, Dazu gehören selbst gemalte Bühnenbilder, gebastelte Palmen und kreuze für die Priester. Und auch das Kreuz, das Jesus zu tragen hat liegt schon bereit. Zusammengesetzt aus zwei Balken ist es vier Meter hoch. Das durch die kleine Kirche zu bugsieren ist auch eine artistische Leistung. Und wenn das 150 Zuschauer erleben und mit Beifall bedenken, ist die Begeisterung auf beiden Seiten mindestens so groß wie in Oberammergau.

Die Aufführungen in Dittmannsdorf (10.30 Uhr) und Lauterbach (15 Uhr) werden jeweils von Gottesdiensten begleitet, welche die ehrenamtliche Lektorin Renate Raake hält.

Von André Neumann

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