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Borna Aufmunterung statt Angst: Schüler gestalten Ausstellung für Notfallambulanz in Borna
Region Borna Aufmunterung statt Angst: Schüler gestalten Ausstellung für Notfallambulanz in Borna
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06:00 10.05.2017
Constanze Schwarz (re.) und Christine Herold-Knapp (M.) mit den jungen Künstlerinnen Nikola Schatte (v. li.), Helene Wadewitz und Hanna Schwarz. Quelle: Julia Tonne
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Borna

Helfende Hände, Teddybären mit Kopfbinde und Luftballons, die einen gebrochenen Fuß hochlagern: Kinder der fünften und sechsten Klasse des Markkleeberger Rudolf-Hildebrand-Gymnasiums bringen seit kurzem Farbe in die Notfallambulanz der Bornaer Sana Klinik. Unzählige Bilder haben sie zum Thema Notfallbehandlung im Krankenhaus zu Papier und auf Leinwände gebracht – sowohl Einzelwerke als auch Gemeinschaftsarbeiten.

Anfang des Schuljahres begann die Arbeit an den Bildern im Rahmen des Ganztagsangebot an der Schule. Unterstützung kam zunächst von Constanze Schwarz, der leitenden Ärztin in der Bornaer Notfallambulanz. „Im Fokus stand dabei, wie wir Ärzte dort arbeiten, welche Notfälle es geben kann und wie wichtig es ist, auch immer ein offenes Ohr für die Patienten zu haben“, sagt sie. Ein harter Job, der durchaus an die Nieren gehen könne. Um so beeindruckter sei sie von den Ergebnissen der Schüler: „Mit Leichtigkeit haben sie sich des Themas angenommen.“

Hilfe gab es aber auch von anderer Seite: Christine Herold-Knapp, der die Mal- und Zeichenschule Farbkreis gehört und die das Ganztagsangebot leitet, stand mit Ideen und Techniken parat. Entsprechend unterschiedlich sind die Arbeiten. Bleistifte kamen ebenso zum Einsatz wie Pastellkreide und Fettstifte. Und auch die Schwerpunkte der Bilder könnten unterschiedlicher nicht sein. Für die Fünftklässlerin Hanna Schwarz stand vor allem das Miteinander in der Ambulanz im Mittelpunkt. „Mensch zu Mensch“ heißt von daher ein Bild.

Die leitende Ärztin hofft, dass die Bilder möglichst lange in der Ambulanz bleiben – als Lichtblick für die Patienten und Hingucker für die Besucher. Laut Herold-Knapp sei das durchaus machbar. „Wir haben alle Werke vorher abfotografiert, sie können so lange bleiben, wie sie gebraucht werden“, betont sie. Auch für Carsten Müller, Koordinator der Ganztagsangebote am Markkleeberger Gymnasium, spricht nichts dagegen. „Vielmehr ist es ja denkbar, die Ausstellung zu erweitern“. Wenn sich auch alle Beteiligten – Ärzte und Künstler – dafür einsetzen, so bleibt doch ein Unsicherheitsfaktor: die Besucher. „So manches Bild hing nicht lange, einige sind schon spurlos verschwunden“, sagt Constanze Schwarz.

Von Julia Tonne

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