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Borna Aufregung bei Kultur und Camping
Region Borna Aufregung bei Kultur und Camping
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14:18 19.05.2015
Die Musical-Darsteller Annika, Elli, Jasmin, Dominic und Max zeigen den Neulingen auf der Bühne, wie sie sich tänzerisch bewegen sollen. Quelle: Gislinde Redepenning

Der Nachwuchs trudelte in der Dämmerung mit Schlafsäcken, Isomatten und kleinem Gepäck ein, die Mütter schleppten das Lieblings-Kuschelkissen und die Luftmatratze. Organisatorin Gudrun Jugel beschwor mit einem hoffnungsvollen Blick in den wolkenverhangenen Himmel den Wettergott und koordinierte Künstler sowie die Versorgung mit Kulinarischem, Heike Patzig wies den Weg zu den neuen Zelten auf dem Campingplatz des Kulturparks. "Ich habe heute Nachtwache und schon vorgeschlafen, schließlich soll uns niemand verloren gehen", schmunzelte sie. "Einige sind zum ersten Mal allein von zu Hause weg, für die ist es besonders aufregend."

Sarah Leistner aus Borna und Cassandra Jacob aus Greifenhain, beide zwölf Jahre, gehörten zu den Ersten im Lager. Sie kennen sich von der Oberschule Regis-Breitingen. Jugel hat wohl das Faible fürs Theater an ihre Enkelin Sarah weitergegeben. Die musste Cassandra nicht lange zum Mitmachen überreden, ist sie doch in der Theater-AG aktiv. Sie hatten schon Bühnenerfahrung gesammelt, freuten sich "auf viele neue Leute und viele Besucher" und fieberten der Tanzprobe mit den Teilnehmern des aktuellen Theaterprojekts des Kulturparks entgegen. Letztere arbeiten seit November auf die Premiere des Musicals "Macbeth" am 5. Juli hin. Annika, Elli, Jasmin, Dominic und Max bewegten sich auf der Bühne wie Profis. "Sie genießen es, in Eigenregie zu zeigen, was sie im Tanzunterricht gelernt haben", erzählte Projektleiter Matthias Zielfeld.

Die Mädchen waren mit Feuereifer dabei, vom Aufwärmen bis zu anspruchsvollen Choreografien. Die Jungs, Tobias (10) und sein Freund Yves (11) aus Regis-Breitingen, von der Zwillingsschwester Cecile zum Mitmachen animiert, begeisterte der Auftakt weniger. Sie freuten sich mehr aufs "Party machen" danach und auf die Pizza aus dem hauseigenen Steinofen, den Gerd Sikorlski schon drei Stunden vor dem Backen angeheizt hatte. Auch die Jüngste im Bunde, die achtjährige Ellen Weber aus Deutzen, gab wie Vivien Hansel (12) unumwunden zu, dass sie das Zelten reizvoller als das Kulturprogramm findet. "Einfach cool", nannten Madeleine und Fränzi, beide neun und tanzbegeistert, die Kombination. Melanie Wysocki (13) aus Rötha hatte die Ankündigung in der LVZ gelesen und sich angemeldet: "Wir haben in der Oberschule Groitzsch bei ,Schüler lesen Zeitung' mitgemacht. Jetzt lese ich weiter." Sie teilte sich ein Zelt mit Vivien, Leonie und Samantha, die sie gerade kennengelernt hatte.

Von der großen Bühne wanderte die Gruppe weiter zur kleinen Bühne des Grillplatzes, wo Liedermacher Dirk Preusse zum "Leise-Töne-Liedkonzert" einlud. Mit seinem Leitgedanken "Früh übt sich, wer gut zuhören will" tourt er seit 27 Jahren durch die Grundschulen der Region, bezieht die Kinder ins Programm ein und spricht unterschiedliche soziale und ethische Facetten an. Nicht zuletzt als "Papa von drei Kindern" weiß er, wie die Aufmerksamkeit des Nachwuchses zu gewinnen ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.05.2014
Gislinde Redepenning

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