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Borna Auftrag erteilt: Radweg von Groitzsch nach Pödelwitz wird ab Juli gebaut
Region Borna Auftrag erteilt: Radweg von Groitzsch nach Pödelwitz wird ab Juli gebaut
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07:00 17.05.2017
Radwege sind gefragt. Quelle: André Kempner
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Groitzsch

Gerade werden die Zauneidechsen umgesiedelt. Das Gestrüpp und das Geäst wurden schon entfernt. Nun steht dem Bau des Radweges auf der ehemaligen Bahntrasse Groitzsch–Pödelwitz und entlang der Bundesstraße 176 tatsächlich (fast) nichts mehr im Wege. Der Stadtrat hat jüngst den Auftrag dazu an die Firma Strabag Schkeuditz vergeben. Baustart soll am 3. Juli sein. Der ursprünglich für Mai geplante Termin ist nicht zu halten, da das im April vorgesehene Einsammeln der Reptilien nicht klappte. Sie waren wegen der kälteren Temperaturen kaum mobil und damit für die Mitarbeiter der Ökologischen Station Borna-Birkenhain wenig zu sehen.

„Man hat schon gar nicht mehr daran geglaubt“, sagte Bürgermeister Maik Kunze (CDU). „Seit 2012 läuft das Genehmigungsverfahren.“ Wobei dieses nicht mit dem für den 2007 eingeweihten Radweg nach Zwenkau, ebenfalls auf einer Bahnlinie, zu vergleichen sei. „Alles ist bürokratischer geworden.“

Die Dorfbewohner an der Strecke fordern diese Verbindung schon viel länger. Bereits 1993 hatte es Bemühungen um einen Radweg zwischen Groitzsch und Neukieritzsch gegeben; Anfang der 2000er-Jahre war dann im westlichen Bereich auf die sogenannte Kippenrandstraße zurückgegriffen worden, was nun vom Neubau nahe der B 176 ersetzt wird. Von Neukieritzsch bis Pödelwitz wurde im Zuge der Umverlegung der Bundesstraße in aufgeschüttetes Gelände des Tagebaus Schleenhain ein Radweg mit angelegt, der seit 2013 genutzt wird.

Von dessen Ende bei Pödelwitz verläuft der aktuelle Bauabschnitt bis zur Einfahrt des Ortsteils Großpriesligk. „Das sind rund 3,5 Kilometer, die Breite wird drei Meter betragen“, sagte Bauamtsleiter Dirk Schmidt. Die Fertigstellung ist für Ende des Jahres vereinbart. Die Strabag hat den Zuschlag für ihr Angebot von rund 860 000 Euro erhalten. Den weitaus größten Teil bezahlt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, den Rest muss Groitzsch übernehmen. Die zweitbeste Offerte war 14 000 Euro teurer. Mehr als eine Million Euro wollte das Schlusslicht im Firmen-Sextett haben.

Mit erneuert werden die Anbindungen zu den Wirtschaftswegen nach Großstolpen und Pödelwitz. Dort sowie an der Käferhainer Straße in Großpriesligk werde es Sicherheitssperren geben: „Durch die das Rad geschoben werden muss“, so Schmidt. Die Sanierung der Brücke über die Schlumper werde eine andere Firma übernehmen, damit zeitgleich gearbeitet werden könne. Die Vergabe ist für die Stadtratssitzung am 1. Juni vorgesehen.

Von Olaf Krenz

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