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Borna Aufwertung geplant: Pegau lässt seine Stadtmauer erkunden
Region Borna Aufwertung geplant: Pegau lässt seine Stadtmauer erkunden
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06:00 19.05.2017
Ein Stück der Pegauer Stadtmauer mit einem Turm, im 15./16. Jahrhundert errichtet. Quelle: Julia Tonne
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Pegau

Ein weiteres Stück seiner langen Geschichte will Pegau in den nächsten Jahren aufwerten. Nachdem unter anderem im Zentrum die Laurentiuskirche, das Volkshaus (einst Knaben-, dann Mädchenschule) sowie das Napoleonhaus saniert wurden, nimmt sich die Stadt nun der historischen Stadtmauer an – beziehungsweise der übrig gebliebenen Teile.

Eben diese müssen an erster Stelle des Vorhabens erfasst werden, ehe in einem geplanten Architekturwettbewerb dann Vorschläge für die neue Gestaltung entwickelt werden können, sagte Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) jüngst in der Stadtratssitzung. „Wir müssen erst einmal schauen, was das ist.“ Wofür sich die Kommune professionelle Hilfe holt.

Drei Ingenieurbüros, die das Landesamt für Denkmalschutz empfohlen hatte, waren angefragt worden, zwei hatten dazu Angebote abgegeben. Die Auswertung hatte die Deutsche Stadtentwicklungs- und Gründungsgesellschaft (DSK) vorgenommen, die seit den 90er-Jahren die Altstadtsanierung im Pegauer Zentrum fachlich begleitet.

Den Zuschlag für die wirtschaftlichste Offerte erhielt nun das Büro Pons asini aus Altenburg, eine Restauratoren-Partnerschaft, die ihren Stammsitz in Mellingen, gelegen im Weimarer Land, hat.

Für 29 100 Euro, wobei die Kommune 80 Prozent (knapp 23 300 Euro) als Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ (SDP) zurückerhält, werden die Fachleute jetzt den Bestand der Stadtmauer registrieren und den Zustand prüfen. Außerdem sollen die dazugehörigen Grundstücke ermittelt werden. „Und schließlich geht es darum herauszusuchen, welche Abschnitte wir sanieren“, sagte Bauamtsleiter Gunther Grothe. Die Areale sind gegebenenfalls zu kaufen. „Für alles wird das Geld nicht reichen.“

Dabei können sich die zur Verfügung stehenden Mittel mit mehr als vier Millionen Euro durchaus sehen lassen, wenn auch über einen längeren Zeitraum. Aus dem SDP-Fördertopf werden bis zum Jahr 2023 etwa 3,5 Millionen Euro ausgereicht. Die restlichen reichlich 800 000 Euro muss Pegau selbst aufbringen. Wie im Entwicklungskonzept „Lebendiges Stadtzentrum, Erlebnis Stadtmauer“ beschlossen, sollen damit unter anderem die Gestaltung eines Rundweges an der früheren Wehrbefestigung sowie eine Beleuchtung der Mauer geschaffen werden. Mit der Einweihung eines Wasserspiels in der Großen Anlage beim Altstadtfest Anfang September 2016 war die Aufwertung begonnen worden.

Von Olaf Krenz

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