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Aufzug und Protest bleiben friedlich

Aufzug und Protest bleiben friedlich

Rund 150 Zuhörer hat der Legida-Ableger Gida Regional gestern Abend auf den Bornaer Markt gelockt. 120 Gegendemonstranten versuchten den Aufzug des Bündnisses zu stören.

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Unter der charmanten Fassadenmalerei am Eingang der Bahnhofstraße formierten sich gestern 150 Legida-Anhänger zu einem Marsch durch Borna.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Aufgrund der Polizeipräsenz blieben die Veranstaltungen weitgehend friedlich. Bis Redaktionsschluss gab es keine Informationen zu gewalttätigen Übergriffen.

Bereits am Nachmittag hatte sich Gida Regional, besteht nach eigenen Angaben aus einem Organisationsteam von fünf Leuten und zahlreichen Sympathisanten, auf dem Marktplatz postiert und Technik aufgebaut. Wie Sprecherin Alicja Loos erklärte, gehe es um einen friedlichen Marsch durch Bornas Innenstadt, "einfach, um gehört zu werden". Der Zug hatte neben der Kundgebung auf dem Markt eine Marsch Richtung Bahnhofstraße angemeldet.

Mit stillem Protest reagierten Stadtverwaltung und Jugendparlament. Der parlamentarische Nachwuchs hatte das Bornaer Rathaus mit bunten Transparenten geschmückt, auf denen die Jugendlichen Toleranz und Vielfalt in den Köpfen forderten. "Mauern in den Köpfen einreißen", so das Anliegen der Macher. Per Anschlag an der Rathaustür hatten die Oberbürgermeisterin Simone Luedtke und ihr Vize Frank Stengel sowie die Stadtratsfraktionen und namhafte Persönlichkeiten der Stadt wie Superintendent Matthias Weismann deutlich gemacht, dass durch die Aufzüge von Legida und deren Ablegern Ängste geschürt werden. "In der Großen Kreisstadt ist für menschenverachtendes Gedankengut kein Platz", hieß es.

Wie in Leipzig, wurde auch der Bornaer Gida-Aufzug von heftigem Protest begleitet. "Wir haben Angst, dass Legida im ländlichen Raum Sympathisanten findet", sagte Julia Nagel, Landtagsabgeordnete der Linken. Mit Pfiffen, Sprechchören und wehenden Antifa-Fahnen hatten sich zahlreiche junge Leute dem Protest angeschlossen.

Aus Sorge um die Sicherheit in der Stadt hatten einige Bornaer den Weg auf den Markt gefunden. "Wir haben Angst, dass der Rassismus zunimmt und weitere Asylbewerberheime brennen", sagte ein Familienvater, der seinen Namen nicht nennen wollte.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.06.2015
Birgit Schöppenthau

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