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Borna August-Bebel-Straße wird in einem Zug gebaut
Region Borna August-Bebel-Straße wird in einem Zug gebaut
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00:37 27.05.2018
Anders als vorgesehen wird die August-Bebel-Straße in Deutzen in einem Zug gebaut, nicht in mehreren Abschnitten. Quelle: André Neumann
Neukieritzsch/Deutzen

Ja, die August-Bebel-Straße in Deutzen sah unterirdisch genauso katastrophal aus, wie es die Fahrbahn erahnen ließ. Sagt Uwe Berbig, Bauleiter der Reif Baugesellschaft auf der Baustelle in Deutzen. Nicht nur, dass die alten Abwasserleitungen ziemlich marode waren, was kurz vor Baubeginn im Herbst sogar noch zum Einbruch eines unterspülten Abschnittes führte. Es gab sogar gleich drei alte Leitungen in der Straße, eine in der Mitte, je eine rechts und links.

Abwasser und Regen nicht getrennt

Warum, kann Berbig nicht sagen. Für ihn und seine Leute war nur wichtig, Ordnung in das Durcheinander zu bringen, alle Zuflüsse in einen neuen unterirdischen Kanal einzubinden. Der besteht aus ziemlich großen glasfaserverstärkten Kunststoffrohren (GFK) mit einem Durchmesser von 1,30 und 1,50 Metern. Besonderheit in Deutzen: Hier werden Abwasser und Regenwasser nicht getrennt, sondern in einem Rohr zur Kläranlage geleitet.

Der Kanalbau in der August-Bebel-Straße steht kurz vor dem Abschluss. Quelle: André Neumann

Die Krux dabei: Von der August-Bebel-Straße führt eine deutlich dünnere Leitung zur Kläranlage. Bei Wolkenbrüchen könnte es daher einen Rückstau geben. Mit der neuen Leitung in der August-Bebel-Straße sollte in solchen Fällen aber hier nichts mehr passieren, sagt der Bauleiter.

Das überschüssige Wasser wird in die Pleiße abgeschlagen. Für das Wenige, was in Trockenzeiten durch die großen Rohre läuft, haben die unten eine Rinne, das so genannte Trockenwetterprofil.

Der Kanalbau steht jetzt kurz vor dem Abschluss, demnächst beginnt der Straßenbau. Auch die Wasserleitung, die nur in einem Teil der 450 Meter langen Straße neu verlegt werden musste, ist schon drin. Als nächstes werden die Grundstücke an den Kanal angeschlossen.

Nicht nur die, auf denen schon Häuser stehen. Auf mehreren freien Flächen ragen schon Anschlüsse fürs Trinkwasser aus der Wiese. Mit dem Straßenbau erschließt die Gemeinde Neukieritzsch gleich noch rund ein Dutzend Baugrundstücke.

Gebaut wird nun in einem Stück

Seit Anfang Mai rollt der Verkehr in den östlichen Teil von Deutzen über eine Behelfsstraße. Früher als geplant, denn eigentlich war das erst für den Sommer vorgesehen. Doch die Bauleute sind vom Bauzeitenplan abgewichen. Statt in drei kurzen Bauabschnitten Tief- und Straßenbau jeweils abzuschließen und dann weiterzurücken, wird nun in einem Stück gebaut.

Deswegen lasse sich auch der Bauverzug durch den Winter nicht ganz genau beziffern. Berbig geht von ungefähr drei Wochen aus und sagt: „Die wollen wir aufholen“. Mehr Probleme für die Anwohner bringt der geänderte Ablauf offenbar nicht. Die Zufahrten zu den Grundstücken sind fast immer gewährleistet, die jeweils aktuelle Fahrspur durch die Baustelle ist geschottert.

Dialog mit Anliegern klappt gut

Durch das Netz an Nebenstraßen gebe es glücklicherweise Umfahrungsmöglichkeiten, sagt der Bauleiter. Das habe auch funktioniert, als kürzlich das Festival „Rock am Kuhteich“ stattfand. „Es wurde nichts kaputt gemacht“, betont er, was wohl in ähnlichen Fällen nicht immer so sei.

Die Verständigung mit den Anliegern klappe gut. „Bisher gab es keine Schwierigkeiten“, so Berbig. Das bestätigt auch Monika Hoch vom Fahrradgeschäft in der Straße. „Wir kommen gut klar“, sagt sie, mit den Bauleuten könne man immer reden. Ihre Kunden könnten während der Bauzeit auf den Hof des Geschäftes fahren.

Das alte Pflaster hat die Gemeinde eingelagert. Ein Teil wird für Grundstückszufahrten und für eine Wasserrinne neben der Bordkante wieder verwendet. Die Kreuzungen werden ebenfalls gepflastert, allerdings mit Betonsteinen. Neu gestaltet wird im Zuge des Straßenbaus auch der kleine Platz an der Einmündung des Steigerweges.

Von André Neumann

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