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Borna Aus für die Will GmbH
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04:00 08.07.2011
Bald Geschichte: Der Verwaltungssitz der Will in Borna. Quelle: Guenther Hunger
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Borna

Landrat Gerhard Gey (CDU) hatte vorher ausführlich für diesen Schritt geworben. Nach der Aufsichtsratssitzung Mitte April, bei der über die Folgen der Kündigung des langjährigen Geschäftsführers Rolf Müller-Syring beraten worden war, hätte sich das einhellige Stimmungsbild ergeben, die Will aufzulösen, sagte er. Gerne hätte er die Gesellschaft weitergeführt, allerdings seien Rettungsbemühungen gescheitert. Auch die Bürgermeister hätten kein Interesse erkennen lassen, sich an der Will zu beteiligen und die bisherige Struktur zu retten. Zudem seien Finanzierungsvorteile nicht mehr gegeben. „Die Landesdirektion hat auf die Gefahr von Doppelstrukturen hingewiesen, da der Landkreis alleiniger Gesellschafter ist", so Gey.

Mehrere Abgeordnete kritisierten das Vorgehen der Verwaltung: „Es drängt sich mir der Eindruck auf, das hier ein Kostenfaktor beseitigt werden sollte", sagte etwa Simone Luedtke (Linke). Karsten Schütze, Vorsitzender der SPD-Grüne-Fraktion, bemängelte, dass nicht genügend Alternativen zur Liquidation geprüft wurden. „Mittlerweile wurden vollendete Tatsachen geschaffen", sagte Schütze. Er spielte damit auf den Umstand an, dass die Mitarbeiter der Will bereits um einen Auflösungsvertrag zum 1. August gebeten haben. Gey erwiderte auf die Kritik, dass bei besagter Aufsichtsratssitzung 15 Kreisräte anwesend gewesen seien: „Es wundert mich, dass nun ein vollkommen anderes Bild von dieser Sitzung gezeichnet wird." Der Landrat betonte noch einmal das klare Stimmungsbild in dem Gremium.

Die Wirtschaftsförderung soll mit dem Ende der Will nun in einem größeren Rahmen fortgesetzt werden. So werden momentan mit dem Landkreis Nordsachsen, der Stadt Leipzig sowie der Industrie- und Handelskammer Gespräche über eine gemeinsame Gesellschaft zu diesem Zweck geführt. In den nächsten Wochen soll bestimmt werden, welche Aufgaben diese Gesellschaft übernehmen soll. Danach wird darüber beraten, welche finanziellen Mittel die Partner bereitstellen.

Alle aktuellen Projekte der Will werden mit dem Beschluss des Kreistages aber nicht beendet. Sie werden von der Verwaltung weitergeführt - ebenso die konkrete Wirtschaftsförderung. „Nur der Dienstleister entfällt", sagte Gey.

Kai Kollenberg

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