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Borna Ausbildung als Krankenschwester: Bewerber überrennen Sana-Klinik in Borna
Region Borna Ausbildung als Krankenschwester: Bewerber überrennen Sana-Klinik in Borna
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12:18 19.03.2018
Tom Gerstenberger und Tina Holz kümmern sich in ihrer Ausbildung nicht nur um echte Patienten, sondern üben auch an Puppen. Quelle: Sirko Konrath
Borna

Wenn ein neues Ausbildungsjahr seine Schatten vorauswirft, ist der Briefkasten in der Bornaer Sana-Klinik immer voll. Bis zu 150 junge Leute bewerben sich jährlich in der hauseigenen Medizinischen Berufsfachschule für eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Doch die Auswahlkriterien sind streng, lediglich 25 werden angenommen. Bis zum 15. Januar besteht jetzt noch die Möglichkeit, seine Unterlagen bei Schulleiterin Grit Höser abzugeben.

Die meisten Azubis kommen laut Höser aus der Region, derzeit sind es 75 in den drei Lehrjahren. Was viele bewegt, sich hier zu bewerben: Die Übernahme-Chancen stehen ausgesprochen gut. „Wir suchen immer Nachwuchskräfte, und Absolventen mit guten Abschlüssen garantieren wir eine anschließende Anstellung“, macht die Schulleiterin deutlich. Noch ein Grund, weshalb die Bewerberzahlen stabil auf dem hohen Niveau blieben.

Doch die Zahl derer, die mit einem guten Notendurchschnitt nach der Schule vorstellig werden und eine Ausbildung zum Krankenpfleger/zur Krankenschwester anstreben, wird zunehmend kleiner. „Viele Bewerber bringen die notwendigen Voraussetzungen gar nicht mehr mit“, erklärt Höser. So seien unter anderem Sozialkompetenz und logisches Denken unverzichtbare Bedingungen in dem Beruf – aber eben auch Mangelware. Dafür sei die Quote der Abbrecher während der Ausbildungszeit gering. Erforderlich ist laut Höser, die seit 17 Jahren die Berufsfachschule leitet, mindestens der Realschulabschluss, in den Fächern Deutsch und Biologie sollten die Noten bei „Zwei“ liegen. Sind die Bedingungen erfüllt, müssen sich die Bewerber einigen Tests unterziehen, unter anderem werden Logik, Konzentration und Allgemeinwissen auf den Prüfstand gestellt. „Wer positiv aufgefallen ist, wird anschließend zum Gespräch eingeladen“, sagt Höser.

Eine Kandidatin, die das Auswahlverfahren geschafft hat und ihr erstes Ausbildungsjahr absolviert, ist Nadine Törpel. Die 19-Jährige zeigte schon lange Interesse an einer medizinischen Ausbildung, ist gern mit Menschen zusammen und hatte, wie sie sagt, „schon immer eine Ader zum Helfen“. Nur folgerichtig, die Sana-Klinik als Ausbildungsbetrieb zu wählen. Fraglich bleibt bislang nur, ob sie nach den drei Jahren bleiben will, denn noch trägt sie sich mit dem Gedanken, Pflegepädagogik zu studieren.

Allerdings stehen auch danach die Chancen in der Sana-Klinik gut, derzeit bilden vier Lehrer und 45 Praxisanleiter die Azubis aus. Und in einigen Jahren werden sicherlich weitere Lehrer gebraucht, zumal die Berufsfachschule auch Honorarlehrer für Deutsch und Englisch beschäftigt.

Neu ist seit einiger Zeit, dass das Bornaer Klinikum Operationstechnische Assistenten ausbildet, also junge Menschen fit macht für die Aufgaben im Operationsdienst. Allerdings hat die Sache einen Haken: Lediglich eine Stelle steht für die Ausbildung zur Verfügung. Ähnlich ist es bei den Geburtshelfern. Auch hier wird pro Jahr eine Hebamme ausgebildet, „dabei ist der Bedarf deutlich größer“, betont Höser.

Von Julia Tonne

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