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Borna Ausgezeichnet: Lehrer, Schüler und Eltern gehen am Bornaer Gymnasium in Klausur
Region Borna Ausgezeichnet: Lehrer, Schüler und Eltern gehen am Bornaer Gymnasium in Klausur
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13:56 25.05.2016
Schulleiterin Margitta Schade (l.) nimmt die Auszeichnung beim Sächsischen Schulpreis in Dresden von Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) entgegen. Quelle: Stadtverwaltung Borna
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Dresden/Borna

Dass das Bornaer Gymnasium „Am Breiten Teich“ ein Gewinner ist, war schon mit der Einladung nach Dresden klar. In der Theaterruine St. Pauli wurde es am Montagnachmittag dann aber sogar mit einem der drei Hauptpreise des 3. Sächsischen Schulpreises ausgezeichnet. Für ihre hervorragende Arbeit mit dem Projekt „Klausurtagung“ wurde die Bildungseinrichtung, vertreten von einer 14-köpfigen Abordnung aus erweiterter Schulleitung sowie Schüler- und Elternvertretern und begleitet von Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke), von Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) geehrt – und mit einer Geldprämie von 4000 Euro beglückt. Mit dabei war die Schulband „Pond Groove Connection“, die für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgte. Zu den anderen fünf Gewinnern von 52 Bewerbern gehört die Löwenzahn-Grundschule aus Großpösna, die für ihr Projekt „Kinder lösen Konflikte selbst“ den mit 1000 Euro dotierten Förderpreis erhielt.

Der Ausgangspunkt fürs Bornaer Vorhaben „Klausurtagung“ liegt schon einige Jahre zurück, erklärt Schulleiterin Margitta Schade. Nach der Zusammenlegung der einst zwei Gymnasien in der Kreisstadt habe sich die Einrichtung für eine Ist-Stand-Analyse 2007 der freiwilligen externen Evaluation gestellt. Um danach die Schulentwicklung weiter zu führen, wurde die Idee, gemeinsam, das heißt alle drei Seiten bei der Schulbildung, in Klausur zu gehen, außerhalb des Hauses. „Im März 2015 fand die dritte Tagung statt“, so Schade. Je 20 Eltern, Schüler und Lehrer diskutierten an einem Sonnabend in gemischten Arbeitsgruppen über Schule. Leiter der Tagung war ein Vertreter des Sächsischen Bildungsinstituts. Themen waren vor allem die Stärkung der Rolle der Schülersprecher, die Umsetzung der Idee des Schulkodexes, die verstärkte naturwissenschaftliche Bildung und die Intensivierung der Begabtenförderung. Die Ergebnisse wurden präsentiert, besprochen, festgehalten. „Inzwischen ist daraus eine Leinwand geworden, die für alle zugänglich in der Schule aushängt“, sagt die Leiterin.

Zeitnah wurden die Gesamtlehrerkonferenz, der Eltern- und der Schülerrat informiert. Unter dem Motto „Durch Transparenz zum Dialog – über Mitwirkung zur Identifikation“ wurden weitere Akteure einbezogen. Schließlich wurde in Arbeitsgruppen sowie an zwei Pädagogischen Tagen von Lehrern und Schülern die Umsetzung der Ideen in Angriff genommen, so Schade.

Die Klausurtagung soll weiter geführt werden, erklärt der stellvertretende Schulleiter Jens Staacke. „Das ist ja keine Eintagsfliege.“ Er stellte klar, dass die Schulleitung damit nicht die Führung aus der Hand gebe. Vielmehr sei es so möglich, das Engagement des Einzelnen fürs Teich-Gymnasium über den Unterricht und die Noten hinaus zu stärken und zu nutzen. Erste Überlegungen für die Verwendung des Preisgeldes gebe es schon. „Ein Teil könnte für die weitere Ausbildung der Schülersprecher verwendet werden“, so Staacke, „ein anderer für die neue Gestaltung des Eingangsportals.“

Von okz

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