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Ausprobiert, angesungen, aufgespielt

Ausprobiert, angesungen, aufgespielt

Jede Menge Musik, jede Menge Besucher: Der Tag der offenen Tür von Bad Lausicker Stadtmusik und Musikschule Muldental lockte gestern ebenso Publikum in den Kurpark wie der Saison-Auftakt am Nachmittag unter dem "Schmetterling".

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Das Bandprojekt der Musikschule mit dem Namen Hifi - das ist der erste Auftritt von Johann, Geraldine, Liv und Steve - wurde gestern bekanntgegeben.

Quelle: Jens P. Taubert

Bad Lausick. Ein klangvoller Tag, der Folgen haben wird - bis Mitte September die sonntäglichen Kurkonzerte und vielleicht nächstes Jahr am 1. Mai erneut offene Türen im Haus der Deutschen Bläserakademie.

"Die Lippen nach außen spannen, ein bisschen summen lassen und dann wie einen Kirschkern wegspucken", versuchte Micha Raupach gestern plausibel zu machen, wie man einem Tenorhorn Töne entlockt. André Ratsch, der seine Töchter Susann und Sophie - beide lernen Flöte in der Bad Lausicker Außenstelle der Musikschule Muldental - begleitete, probierte es und konstatierte: "Ein bisschen ungewohnt als Nichtmusiker." Raupach, der seit einem Jahrzehnt in der Stadtmusik spielt, freute sich über die Neugier der Besucher. "Den Nachwuchs zu fördern, ist ja ein Anliegen unseres Vereins", sagte er.

Lena Schöpe aus Waldbardau, die an der Grundschule Gitarre lernt, überlegt, zu Keyboard zu wechseln - vielleicht nach Bad Lausick? "Wir wollen uns einfach informieren, was es so gibt", sagten ihre Eltern Andrea und Andreas Schöpe. Während vor dem Akademie-Gebäude Instrumente probiert wurden und kleine Ensembles ihr Können zeigten, war der Probensaal drinnen bis auf den letzten Platz gefüllt: Die Tänzerinnen der Musikschule gaben Einblicke in die Erarbeitung einer großen Choreografie, die erst Ende Juni in Nerchau Premiere haben wird.

"Seit April bieten wir auch in Bad Lausick Tanzkurse an", informierte Tanzlehrerin Christine Hebestreit. Zu den Eleven, die schon lange dabei sind und die bei "In 80 Schritten um die Welt" mittanzt, zählte Franziska Mühl aus Wurzen. Ihre Mutter Annett war sehr angetan von den Bad Lausicker Bedingungen: "Sehr schön und modern. Gute Möglichkeiten, um zu trainieren."

"Wir wollen sehen, ob wir für unseren Großen, den Elia, einen Gitarrenlehrer finden", meinte Mario Frommhold, der samt Familie aus Niedergräfenhain gekommen war. "Viele Bad Lausicker wissen sicher gar nicht, was es hier alles gibt", meinte Damaris Bartsch bei ihrem Rundgang durchs Haus. Die Kinder Felix (9) und Clara (7) spielen Klavier, zeigten sich im Schlagzeug-Raum aber auch den lauteren Tönen gegenüber aufgeschlossen. Clara, die kurz darauf ein Vorspiel hatte, zeigte sich von Lampenfieber unbeeindruckt: "Ich spiel' halt einfach."

Zufällig vorbeigekommen und dennoch beeindruckt zeigte sich Ute Schiebold aus Glasten, die mit ihrem Lebenspartner Joachim Kückel kurzerhand die Radtour unterbrach. "Ich finde es schön, dass Kinder an die Musik herangeführt werden", meinte die Leiterin der Grimmaer "Regenbogen"-Grundschule. Deshalb freue sie sich auch, dass ihre Schule und die Sächsische Bläserphilharmonie ein gemeinsames Projekt gestalteten. - "Schön, dass man sich alles mal angucken kann", konstatierte Sandro Thiele aus Bad Lausick. Tochter Greta (5) trägt sich mit dem Gedanken, mit Tanz anzufangen: "Wie meine Freundin." Wolfgang Thiele, Gretas Opa, lobte die Veranstaltung: "Das sollte man öfter machen. Da kommen die Leute. Wirklich wunderbar."

Eine Anregung, die Claus-Peter Steinbach, Leiter der Stadtmusik, gerne aufgreifen will. "Wir haben viele, auch viele Altersgruppen erreicht", resümierte er. Was Simon Begemann von der Musikschule ausdrücklich unterstrich: "Es ist gelungen, viele ganz gezielt anzusprechen." Neuauflage 2014 unbedingt denkbar. Das könnte sich auch Wolfgang Meyer vorstellen, der mit anderen Mitstreitern vom Männerchor Bad Lausick für einen Imbiss sorgte. Und der am Nachmittag mit Stadtmusik, Frauenchor Bad Lausick und Gemischtem Chor Neukieritzsch das erste Kurkonzert des Jahres unter dem nahen "Schmetterling" mitgestaltete: "Am 1. Mai ist bei uns seit Jahren der Tag, an dem angesungen wird."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.05.2013

Schulreich, Ekkehard

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