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Borna Außergewöhnliche Fotos und Bildhauerkunst im „Blauen Haus“ Pegau
Region Borna Außergewöhnliche Fotos und Bildhauerkunst im „Blauen Haus“ Pegau
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12:00 04.03.2016
Der Maler und Bildhauer Klaus Langmann (l.) hat diese Wolke aus Marmor mit nach Pegau gebracht, während der Fotograf Dieter Urban (r.) eine Reihe von ungewöhnlichen Bildern ausstellt. Quelle: Jens Paul Taubert
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Pegau

Ein junges Mädchen blickt geradewegs in die Kamera: große Augen, volle rote Lippen. Ihre zarte Haut hat der Fotograf wie verdorrte Erde aussehen lassen, aufgeplatzte und rissige Stellen ziehen sich wie ein Netz über das Gesicht. Daneben: Eine unbekleidete Dame liegt auf dem Rücken, ihr Körper scheint sich in Nichts aufzulösen, je länger man hinsieht. „Der schwindende Männertraum“, übersetzt Fotograf Dieter Urban den englischen Titel. Wieder weiter: Eine Wolke aus Marmor umhüllt das obere Ende eines Eichenstammes, verschmilzt förmlich mit dem dunklen Holz, genau wie das marmorne Paar gegenüber.

Die neue Ausstellung in der Galerie „Blaues Haus“ in Pegau verspricht in vielerlei Hinsicht überraschende, außergewöhnliche Momente und ein fast schon kindliches Spiel mit den Motiven und Möglichkeiten. Die beiden Jenaer Künstler – Fotograf Dieter Urban (65) und Maler und Bildhauer Klaus Langmann (60) – haben Arbeiten mitgebracht, die den Betrachter in Staunen versetzen. Hier gibts keine gefällige Kunst von der Stange, die verkaufen muss, sondern Einzigartiges für Quer-Seher.

Dieter Urban ist gelernter Maschinenbauer. 1974 beteiligte er sich an einem internationalen Fotowettbewerb, schickte dafür eine Aufnahme nach Turin. „Das war zu DDR-Zeiten gar nicht so einfach“, erinnert sich der Jenaer. „Jedenfalls habe ich eine Urkunde bekommen, und das war für mich der Antrieb: Wenn ich schon nicht ins Ausland reisen darf, dann wenigstens meine Bilder.“ Später arbeitete Urban als Pressefotograf für die Ostthüringer Zeitung, hielt Vorträge und Seminare über Bildjournalismus, bis er 2014 seinen Job kündigte und sich selbstständig machte. Heute arbeitet der 65-Jährige eng mit einem Gymnasium zusammen, darf die 15- und 16-jährigen Schüler mit Zustimmung ihrer Eltern porträtieren. Seine ungewöhnlichen Arbeiten sind gefragt und wurden schon auf zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. „Die Einnahmen aus meinen Bildern spende ich an die Elterninitiative krebskranker Kinder, zum Glück unterliege ich nicht dem Zwang der Kommerzialisierung.“

Die Vernissage mit den beiden Künstlern findet am Sonnabend, 5. März, ab 15.30 Uhr in der Galerie Pegau statt. Die Ausstellung ist bis zum 10. Mai zu sehen – jeden Dienstag von 10 bis 18 Uhr sowie jedes zweite und vierte Wochenende im Monat von 14 bis 18 Uhr.

Von Kathrin Haase

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