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Borna Ausstellung in Borna zeigt die zwei Seiten einer Fußball-Medaille
Region Borna Ausstellung in Borna zeigt die zwei Seiten einer Fußball-Medaille
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16:34 07.04.2017
Borna/Landkreis

Für Feinfühligkeit während der Spiele sind Fußballer und Fans allgemein nicht bekannt. Meist geht es mehr als ruppig auf und neben dem Platz zu, kommen Banner und Sprüche zum Einsatz, die diskriminieren, ausgrenzen, zu Gewalt aufrufen. Die Ausstellung „Strafraum Sachsen 2.0“, am Freitag im Bornaer Gymnasium eröffnet, beleuchtet die Sportart „zwischen Ressentiments und Integration“, zeigt Beispiele von Rassismus, Sexismus, Homophobie und Rechtspopulismus sowohl im Amateur- als auch im Profifußball, stellt aber zugleich gelungene Projekte der Integration vor.

„Fußball ist nicht frei von Verfehlungen und steht daher auch exemplarisch für unsere Gesellschaft“, machte Monika Lazar deutlich. Die Bundestagsabgeordnete und zugleich Schirmherrin der Ausstellung betonte, dass es eine große Herausforderung sei, solidarische Grundwerte wieder zu stärken. Und dabei helfe eben auch der Fußball. Zwei Seiten einer Medaille sozusagen.

Das bestätigte auch Ingo Dießner, Vorsitzender des Bornaer SV. „Einerseits begleitet das Thema Diskriminierung auch unseren Verein, andererseits ist es gerade die Sportart, die aus Einzelsportlern eine Mannschaft macht. Und da ist es egal, wer in dem Team spielt, ob Flüchtlinge, Mädchen, Menschen mit Handicaps“, sagte er bei der Eröffnung.

Gestaltet wurde die Ausstellung von der Initiative für mehr gesellschaftliche Verantwortung im Breitensport-Fußball, kurz IVF. „Wir sind Fußballfans und Politikwissenschaftler, deshalb haben wir uns dieses Themas angenommen“, erklärte Stephan Schneider von der Initiative. Zu sehen ist die Schau von Montag bis Mittwoch in der Mensa des Gymnasiums Am Breiten Teich. Zudem gibt es am Sonntag um 15 Uhr im Rudolf-Harbig-Stadion ein Spiel für Toleranz und Integration. Nach Ostern zieht die Ausstellung nach Grimma und Markkleeberg weiter.

Von Julia Tonne

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