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Borna Ausstellung in der Grundschule Böhlen befasst sich mit den Weltreligionen
Region Borna Ausstellung in der Grundschule Böhlen befasst sich mit den Weltreligionen
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12:19 13.04.2016
Miriam Nadimi Amin (hinten rechts) besucht gemeinsam mit den Kindern der Grundschule Böhlen die Wanderausstellung zum Thema Religionen und Glauben. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Line glaubt an Gott, Amy hingegen an Glück und Liebe, Lukas daran, dass seine Großeltern vom Himmel aus auf ihn aufpassen. Welche unterschiedlichen Formen Glaube annehmen kann und wie jeder für sich selbst entscheidet, woran er glaubt, ist derzeit Thema in der Grundschule Pfiffikus in Böhlen. Dort ist die Wanderausstellung „Mein Gott, dein Gott, kein Gott? Interreligiöse Kompetenzen stärken“ vom Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur Leipzig (Zeok) zu sehen.

Nicht nur in der Ausstellung selbst, sondern auch bei Projekttagen dreht sich für die Erst- bis Viertklässler alles um Religionen und Glauben. „Und das ist nicht immer das Gleiche“, macht die Pädagogin Miriam Nadimi Amin deutlich, die für Zeok in den Schulen unterwegs ist. Eine Trennung sei nicht nur möglich, sondern sogar oftmals vollkommen natürlich. Ihr und auch Schulleiterin Ingrid Tietze geht es vor allem darum, das komplexe Thema zu vereinfachen und verbindende Elemente zwischen den sechs Weltreligionen herauszustellen. Und davon gibt es durchaus einige. So hat Lennox längst festgestellt, dass jede Religion bestimmte Feste hat, Leni weiß nun, dass sich die Religionen im Essensverhalten der Menschen widerspiegeln.

Der Glaube sei für jeden Menschen individuell, unabhängig davon, ob und welcher Religion er angehöre. „Glaube ist vielfältig, das wird anhand der Antworten der Kinder immer wieder deutlich“, so Nadimi Amin. Dass Tietze die Ausstellung in die Grundschule geholt hat, hängt nicht nur damit zusammen, dass das Thema auf dem Lehrplan steht, sondern auch mit der aktuellen Diskussion um Religionen. Gerade im Zusammenhang mit dem Terrorismus würde eine Weltreligion derzeit verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Das sei in der Schule nicht anders. Umso wichtiger ist es für Tietze, dass es auch viel Verbindendes gebe und eben dieses auch vermittelt werde.

Klassenlehrerin Kathrein Müller-Lauchstedt hat während der Projekttage vor allem festgestellt, dass die Kinder mit den Religionen den Alltag der Menschen verbinden. „Die Essensregeln waren für die meisten richtig spannend, dazu gab es viele Fragen“, sagt sie. Auch an den Festen wie dem jüdischen Purim sei das Interesse groß gewesen, obwohl es für die Kinder nur schwer vorstellbar sei, wie die Menschen in anderen Teilen der Welt feiern.

Auch die Architektur und die Musik riefen bei den Kindern Interesse hervor. Lukas war vorrangig von den Gotteshäusern und Bauwerken fasziniert, Leni hörte sich in der Ausstellung lange die typische Musik der verschiedenen Länder an. Beide verbinden nicht unbedingt einen jeweiligen Gott mit den Religionen, sondern alltägliche Ereignisse.

Von Julia Tonne

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