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Australierin stellt Kunst zum GroitzscherSteinzeit-Brunnen vor

Großstolpen Australierin stellt Kunst zum GroitzscherSteinzeit-Brunnen vor

Kunst trifft Archäologie, heißt es am Freitag in Großstolpen. Der alte Steinzeit-Brunnen, der im Tagebauvorfeld Peres gefunden wurde und nun in einer Halle unter Laborbedingungen freigelegt wird, hat die Australierin Therese Keogh zu einer künstlerischen Arbeit inspiriert. Das Werk wird 14 Uhr öffentlich vorgestellt.

Im Herbst 2014 entdeckten Archäologen zwei Brunnen aus der Jungsteinzeit im Tagebau Peres bei Großstolpen.

Quelle: Andreas Döring

Groitzsch/Grossstolpen. Kunst trifft Archäologie, heißt es am Freitag in Großstolpen. Der alte Steinzeit-Brunnen, der im Tagebauvorfeld Peres gefunden wurde und nun in einer Halle unter Laborbedingungen freigelegt wird, hat die Australierin Therese Keogh zu einer künstlerischen Arbeit inspiriert. Das Werk wird 14 Uhr öffentlich vorgestellt, informiert Cornelia Rupp vom Landesamt für Archäologie Sachsen.

Mit ihrer Idee, sich mit den Themen ‚Brunnen‘ und ‚Holzbearbeitung‘ auseinanderzusetzen, stieß Keogh 2015 über die Internetseiten des Landesamtes auf die Ausgrabungen von jungsteinzeitlichen Brunnen im Südraum Leipzig. Die letzte Blockbergung aus Peres wog 32 Tonnen, derzeit werden Stein- und Erdschichten abgetragen. Die Australierin kam mit Hilfe eines Stipendiums für ihre Masterarbeit am Sydney College of Fine Arts nach Sachsen. Hier studierte sie mehr als sechs Wochen diesen 7000 Jahre alten, linienbandkeramischen Brunnen, dessen Ausgrabung und die wissenschaftliche Untersuchung und begann, das künstlerisch zu verarbeiten. Entstanden ist ein Werk aus gebrannten Lehmplatten mit dem englischen Originaltitel „and murmured“ (frei übersetzt „und plätschert“ ).

Die Platten markieren wie verstreute Papierblätter eine Geschichte, die erzählt und verworfen wurde, und korrespondieren mit dem jungsteinzeitlichen Brunnen, der seinerseits durch die Ausgrabungen seine Geschichte preisgibt, erklärt Archäologin Rupp. Der Werkstoff für die Lehmplatten stammt aus der unmittelbaren Umgebung, an dem der Brunnen gefunden wurde.

Therese Keogh kehrt in Kürze wieder nach Australien zurück. Zuvor übergibt sie dem Landesamt für Archäologie ihre Arbeit, die bei den öffentlichen Brunnenführungen in der ehemalige Werkhalle in Großstolpen, An der B 176 1, besichtigt werden kann. Dort ist die Künstlerin am Freitag dabei, wenn Interessenten ab 14 Uhr willkommen sind.

Von okz

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