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Borna BSV vor der entscheidenden Mitgliederversammlung
Region Borna BSV vor der entscheidenden Mitgliederversammlung
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15:48 16.01.2012

. Auf der Tagesordnung heute steht die Wahl eines neuen Vorstandes.

Andreas Woda ist ein Mann, der weiß, wo es lang geht. Oder langgehen sollte. Schließlich ist er im Hauptberuf Vorstand der VR-Bank Leipziger Land. Heute Abend könnte ihm eine Schlüsselrolle zufallen, wenn es nach den Initiatoren der Veranstaltung geht – etwa als Versammlungsleiter. Ingo Dießner, Jugendleiter beim BSV, und eine treibenden Kräfte im Vorfeld der heutigen Veranstaltung, rechnet damit, dass der Goldene Stern randvoll werden könnte. Dabei sei damit zu rechnen, dass neben den Vereinsmitgliedern auch die Eltern der Kinder erscheinen, die im Verein trainieren. Bis zu 200 Leute werden dabei erwartet. Dießner hatte zusammen mit den beiden Vereinsmitgliedern Sebastian Pscherer und Marko Nickel die Versammlung einberufen und war dabei von Sven Nedwidek und Dries Mäder unterstützt worden. Zwei Männer, die als künftige Vereinsmitglieder dabei mitwirken wollen, den Verein wieder auf eine guten Kurs zu bringen.

Davon, dass das gelingen kann, geht auch Woda aus. Der Banker ist auch Schatzmeister beim Kreissportbund, und er weiß, wovon er redet, wenn er von einem „relativ großen Sponsorenpool spricht", der für den BSV bereitsteht. Oder bereitstehen würde, „denn die müssten anders behandelt werden". Woda gehört zu denen, die einem neuen BSV-Vorstand, sofern er heute ins Amt berufen werden würde, zumindest unter die Arme greifen würden. Auch als Kontaktmann zu anderen dringend benötigten Geldgebern.

Dabei ist der BSV nach der Anmeldung der Insolvenz kurz vor Weihnachten derzeit in einem Schwebezustand. Noch ist nicht klar, ob der vom Amtsgericht bestallte Insolvenzverwalter auch ein Insolvenzverfahren eröffnen kann, weil aktuell die Übersicht fehlt, ob es dafür überhaupt ausreichend Masse gibt. Darin sieht auch Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) ein Problem, deren Engagement für den Verein von Leuten wie Dießner ausdrücklich gewürdigt wird. Immerhin hatte die Rathauschefin den ersten beiden BSV-Teams im Vorfeld zweier Hallenturniere das Training in den städtischen Sportstätten ermöglicht und die dafür fälligen Sportstättengebühren nach eigenen Angaben aus ihrer Privatschatulle gezahlt. Die Stadt werde einen neuen BSV-Vorstand unterstützen, erklärte Luedtke jetzt weiter. Es sei unmöglich, mit den bisherige Vorständen Verträge abzuschließen oder die auch mit Leben zu füllen. Es gehe jedenfalls nicht, dass die Stadt aller halben Jahre allfällige Rechnungen verschicke, die dann wie in den letzten Jahren schon nicht bezahlt würden.

Auf die Vorwürfe des bisherigen BSV-Präsidenten Marco Seidel hat jetzt Gunther Sachse reagiert. Der Linken-Stadtratsfraktionsvorsitzende und einstige Chef der Kanuten beim BSV, die sich kürzlich selbständig gemacht haben (die LVZ berichtete), geht dabei auch auf den Vorwurf von Seidel im LVZ-Interview ein, der BSV sei an den Kosten für die Duschmarken kaputtgegangen. Diese Kosten hätten auch die anderen früheren BSV-Abteilungen tragen müssen, so Sachse, der seine Äußerungen ausdrücklich als seine private Meinung verstanden wissen will. Es gehe aber auch um die Gleichbehandlung aller Vereine ein der Stadt. Vielmehr hätten einige Abteilungen die notwendigen Kosten privat getragen. Zudem müsse Seidel erklären, wo die zweckgebunden Fördermittel für die einzelnen BSV-Abteilungen geblieben seien. Sachse erinnert zudem an konkrete Gespräche mit der Vereinsführung, bei denen sowohl Landrat Gerhard Gey (CDU) und die Oberbürgermeisterin Hilfe angeboten hätten. Die damalige Vereinsführung habe es aber rigoros abgelehnt, die Bücher des BSV zu öffnen – weshalb letztlich die restlichen Vorstandsmitglieder zurückgetreten seien.

Für VR-Vorstand Woda ist klar, dass es auch darum geht, bei der Versammlung „ein gutes Bild nach außen abzugeben". Es müsse dabei erkennbar werden, dass die Vereinmitglieder einen neuen Vorstand wollten, „der auch ordentlich gewählt wird". Woda zeigt sich optimistisch, dass der traditionsreiche Bornaer Fußball Unterstützung in der Wirtschaft findet. Und sollte alles gutgehen, werde sich auch die VR-Bank einem Gesamtpaket von Unterstützern nicht verschließen.

Nikos Natsidis

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