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BSV will Gebäude übernehmen

BSV will Gebäude übernehmen

Borna. Der Bornaer Sportverein will nach wie vor die Gebäude auf dem Sportplatz in der Witznitzer Straße übernehmen. Das hat Vereinschef Marco Seidel im Vorfeld eines Gesprächs mit Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) noch einmal klargemacht.

. Die Rathauschefin erklärte, sie sei bereit, nach einer Lösung zu suchen. Darum sollte es gestern auch in einem Gespräch zwischen Stadt und BSV gehen.

Für BSV-Chef Seidel ist klar: „Wenn der Sozialtrakt auf dem Gelände in der Witznitzer Straße abgerissen wird, gestattet uns der Sächsische Fußballverband nicht mehr, dort zu trainieren." Betroffen davon seien acht bis zehn Mannschaften, die dort in einem Stützpunkt des Deutschen Fußballbundes (DFB) das Fußball-Einmaleins erlernen. Der Abriss der Gebäude, vom Stadtrat einstmals im Zusammenhang mit den Planungen des neuen Sportzentrums im Norden der Stadt beschlossen, sei nicht zwingend, um die beantragten Fördergelder zu bekommen. Dafür sei es aber zwingend für den Verein, die Gebäude auf dem Witznitzer Platz zu übernehmen.

Unterstützung dafür gebe es von Unternehmen wie den Städtischen Werken Borna (SWB). Auf diese Weise würden dem Verein kostenfrei eine Flutlichtanlage sowie ein Container für ein Büro zur Verfügung gestellt.

Oberbürgermeisterin Luedtke erklärte gestern, sie habe bisher noch kein Konzept bekommen, „wie der BSV das machen will". Als der Verein noch im Stadion „Am Dreieck" agierte, habe die Stadt jährlich 15 000 Euro dazu geschossen. Was den Fußballnachwuchs des BSV anbelange, so könne der sicher auch im Rudolf-Harbig-Stadion spielen.

Unter der Hand ist allerdings auch immer wieder von finanziellen Schwierigkeiten des BSV zu hören. Das weiß auch BSV-Chef Seidel. Er bestätigt, dass die finanziellen Rücklagen des Vereins zu Jahresanfang bei null gelegen hätten. „Wir hatten mehr Ausgaben als Einnahmen." Seidel, erst seit diesem Jahr im Amt, erklärt, „dass wir jetzt dabei sind, uns zu konsolidieren". Ein Großteil von Verträgen mit Spieler, die in der Landesliga für den Verein aufgelaufen sind, wurde nach dem Abstieg nicht mehr verlängert. Die Sportstättengebühren, mit denen der BSV gegenüber der Stadt im Rückstand ist, sollen in Raten beglichen werden, kündigt der BSV-Vorsitzende an.

Nikos Natsidis

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