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BWS kommt auch in der Zukunft am Abriss von Wohnungen nicht vorbei

BWS kommt auch in der Zukunft am Abriss von Wohnungen nicht vorbei

Borna. Nahezu unbemerkt hat der größte Bornaer Vermieter in diesem Jahr Jubiläum: Die Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS) besteht nunmehr zwei Jahrzehnte.

Der Nachfolger der DDR-Gebäudewirtschaft hat in dieser Zeit stark abgebaut, was durchaus wörtlich zu nehmen ist. Immerhin gibt es von den einstmals 4000 Wohneinheiten mittlerweile nur noch 2600. "Wir haben aber nicht alle abgerissen". betont BWS-Geschäftsführer Sören Uhle. 500 Wohnungen wurden auch verkauft. Das Ende ist damit allerdings noch nicht erreicht. In den nächsten zehn Jahren gebe es 2000 Wohnungen zu viel - allerdings in ganz Borna, wie Uhle betont.

Hatte das Unternehmen vor 20 Jahren 40 Mitarbeiter, so sind es aktuell 18. Wohnten im Jahr 1994 10 000 Leute und damit grob gesagt jeder zweite Bornaer in einer BWS-Wohnung, so sind es heutzutage 3500. In dieser Zeit, so Uhle, habe das Unternehmen 20 Millionen Euro in Reparatur und Instandhaltung seines Wohnungsbestandes gesteckt. "Das war unser laufendes Geschäft." Die wohl auffälligste Sanierung in dieser Zeit war das Hochhaus. Das höchste Bornaer Gebäude gehört zum Bestand der BWS, und es bildet sozusagen den Fixpunkt des Hochhausviertels, indem die BWS 600 Wohnungen hat. Ein Viertel, das nach Uhles Überzeugung Modellcharakter hat. Ob es um Barrierefreiheit geht oder intelligentes Wohnen oder auch die Einrichtung eines Klimaquartiers - das Hochhausviertel eigne sich hervorragend für entsprechende Versuche.

Dabei ist es keineswegs so, dass die Lage der BWS rosig ist. "Wir haben 22 Prozent Leerstand, daran kommen wir nicht vorbei", sagt der 39-jährige BWS-Chef. Es handle sich dabei um "strukturellen Leerstand". Dabei hat die BWS über die Jahre 900 Wohneinheiten vom Markt genommen, sprich abgerissen. Sie war das einzige Unternehmen in Borna, dass sich auf diese Weise verkleinert hat, weil eine entsprechende Kooperation mit anderen Bornaer Vermietern nicht zustande kam. An weiteren Abrissen werde aber kein Weg vorbei führen so Uhle, der aber unbedingt die Mitbewerber auf dem Bornaer Wohnungsmarkt dazu mit ins Boot holen will. "Wir werden daran nicht vorbeikommen." Bis dahin dürfte es auch neue Förderprogramme geben. Auf der Abrissliste, das ist kein Geheimnis, stehen dabei sicher BWS-Restbestände in Gnandorf oder einzelne Objekte in Borna-Ost, wobei Uhle natürlich weiß, "dass es immer mit Emotionen behaftet ist, wenn Leute aus ihrem Haus raus müssen". Abrisse oder der Rückbau, wie es offiziell heißt, sei aber die einzige Möglichkeit, die Wirtschaftlichkeit der BWS zu verbessern Erst dann könne sich das Unternehmen Prestige-Projekten wie dem Zwiebelhaus in der Bahnhofstraße oder der Holzmühle in der Mühlgasse widmen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.11.2014
Nikos Natsidis

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