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Borna Bahn startet Bau in Böhlen
Region Borna Bahn startet Bau in Böhlen
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19:05 14.11.2012
Baustart in Böhlen. Quelle: Jakob Richter
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Böhlen

Rund 50 Millionen Euro werden bis Ende 2015 investiert. Ohne Lärm, Dreck und Nachtarbeit sowie Umleitungen wird es nicht abgehen, machte die Projektleitung klar.

Die Bagger auf Gleis 1 ließen daran keinen Zweifel. In den nächsten Monaten wird am Bahnhof Böhlen nahezu kein Stein auf dem anderen bleiben. Bei laufendem Betrieb werden Gleise, Oberleitungsanlagen, eine Eisenbahnbrücke und vieles mehr komplett erneuert. „Es geht los – mit allen Problemen", stimmte der Projektleiter der DB Projektbau Lutz Buchmann auf die kommenden Belastungen ein. Letztere hatten sich bereits am Montag gezeigt, als der betriebliche Start der Bahn, der am Freitag voriger Woche begonnen wurde, zu diversen Schwierigkeiten und langen Verspätungen am Montag führte. „Ich muss mich dafür entschuldigen", so Buchmann. Seit 1997 baut die Bahn an der Sachsen-Franken-Magistrale von Leipzig nach Hof – ein 1,5 Milliarden-Projekt. Ein Großteil des Geldes sei bereits verbaut. Auch in Böhlen sollten die Arbeiten bereits vor mehr als zehn Jahren – 2000/2001 – anfangen. Nach neuen Abstimmungen bei der Finanzierung begannen die Vorplanungen für den jetzt anstehenden Abschnitt aber erst 2009. Die Anlagen wurden in der Zwischenzeit nicht besser und sind „alle fällig", so der Projektleiter. Bis Herbst 2013 wird zunächst die eine, danach die zweite Hälfte des Bahnhofs umgebaut, um die Voraussetzungen für die Anbindung des Citytunnel-Verkehrs zu schaffen. Die Leistungen seien an leistungsfähige Partner vergeben worden. Er sei zuversichtlich, dass der Umbau klappt, so Buchmann. Er bat bereits vorab um das Verständnis der Reisenden für Umleitungen und der Anwohner für Beeinträchtigungen wie Lärm, Dreck und Nachtarbeit. Die akustischen Alarmanlagen, die in unmittelbarer Nachbarschaft als Problem empfunden werden, „müssen lauter als die Baumaschinen sein, damit unseren Leuten nichts passiert", sagte er. Gleichwohl wolle sich die Bahn bemühen, so viel wie möglich Informationen zu geben. Böhlens Bürgermeisterin Maria Gangloff (Linke) nutzte die offizielle Gelegenheit, um erneut auf ein Problem aufmerksam zu machen, dass bei den Planungen offensichtlich ignoriert wurde: der behindertengerechte Ausbau des Bahnhofs. „Wir können nicht verstehen, dass dieses wichtige Thema bei diesen Summen nicht berücksichtigt wird", sagte Gangloff. Der Projektleiter hatte in seiner Rede zuvor Aufzüge angekündigt, die gar nicht gebaut werden. Am Böhlener Bahnhof könne man sich unter einander noch helfen, in Großdeuben sei das schon schwieriger, ergänzte Gangloff. Sie hoffe dennoch auf gute Kommunikation und Informationen, um die Probleme gemeinsam lösen zu können.

Saskia Grätz

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