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Borna Bahnhof Neukieritzsch soll barrierefrei werden
Region Borna Bahnhof Neukieritzsch soll barrierefrei werden
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07:00 04.05.2016
Auch der Neukieritzscher Bahnhof soll im Zuge des Ausbaus der Sachsen-Franken-Magistrale für Zuggeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern je Stunde umgebaut werden. Quelle: Foto:
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Neukieritzsch

Im Zuge des Ausbaus der sogenannten Sachsen-Franken-Magistrale, der Bahnstrecke von Dresden und von Leipzig über Plauen und Hof nach Nürnberg, will die Deutsche Bahn auch den Bahnhof Neukieritzsch umbauen. Das ist zwar erst für den Zeitraum von 2020 bis 2023 vorgesehen, wegen einiger Besonderheiten verhandeln die Gemeinde Neukieritzsch und die Bahn aber schon jetzt miteinander.

Dabei geht es um die barrierefreie Zugänglichkeit zu den Bahnsteigen. Derzeit verbindet ein Personentunnel die Ost und die Westseite des Bahnhofes sowie den Mittelbahnsteig miteinander. Diesen Tunnel will die Bahn inklusive der Treppen erneuern. Auf Aufzüge möchte die Bahn offenbar soweit als möglich verzichten. Unter anderem, weil die störanfällig und Ziel von Vandalismus seien, wie der Neukieritzscher Bauamtsleiter René Hertzsch weiß.

Auf der Ostseite des Bahnhofes kommt die Bahn nach eigener Darstellung ohne einen Aufzug aus, hier könne die vorhanden Rampe als barrierefreier Zugang genutzt werden. Am Mittelbahnsteig ist ein Aufzug vorgesehen, hier könne darauf nicht verzichtet werden. Problematisch ist für die Bahn die Westseite. Hier ist die vorhandene Rampe zu steil, um sie als barrierefreien Zugang anbieten zu können. Will die Bahn auf einen zusätzlichen Aufzug verzichten, müsste die Rampe umgebaut werden. Weil die der Gemeinde gehört, heißt es bei der Bahn, müsste die Gemeinde einen barrierefreien Umbau befürworten und bestellen. Was laut Hertzsch bedeutet, das Neukieritzsch den Umbau auch bezahlen müsste.

Zwar wäre, räumt Hertzsch ein, eine barrierefreie Rampe „auch für unsere Bürger ein Zugewinn“, das erste Interesse, den Weg zum Mittelbahnsteig barrierefrei zu gestalten, habe aber die Bahn. Wenn das Unternehmen auf den Aufzug verzichten wolle, „müsste sie uns das attraktiv machen“, deutet Hertzsch den Raum für Verhandlungen aus Sicht der Gemeinde an.

Ein weiteres Problem sei die Organisation des Fußgängerverkehrs während der Bauzeit. Wenn der Tunnel, wie von der Bahn vorgesehen, umgebaut und saniert werden soll, sei eine provisorische Überführung nötig, so Hertzsch. In dem Zusammenhang habe die Bahn den Bau eines ganz neuen Tunnels weiter nördlich ins Gespräch gebracht, auf Höhe des Heidegrabens. Dann könnte auf eine provisorische Überführung verzichtet werden. Diese Lösung halte die Gemeinde allerdings für nicht praktikabel.

Während die Gemeinde also beim Tunnel mitredet, sind alle weiteren Vorhaben im Bahnhoffsbereich weitgehend Sache der Bahn selbst. Vorgesehen sind der Neubau von insgesamt neun Kilometer Gleis und die Erneuerung von 20 Weichen. Alle drei Bahnsteige werden erneuert, ebenso die Oberleitungsanlage. Außerdem plant die Bahn, im Bahnhof ein modernes elektronisches Stellwerk zu errichten.

Von André Neumann

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