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Barocker Dachstuhl statt Asbest: Prießnitzer Feuerwehr-Depot kommt unter die Haube

Rittergut und Schloss Barocker Dachstuhl statt Asbest: Prießnitzer Feuerwehr-Depot kommt unter die Haube

Dass die Sanierung des historischen Ensembles von Rittergut und Schloss Prießnitz weiter vorangeht, wird deutlich an der Wiederherstellung des ursprünglichen Daches über dem Feuerwehrdepot. Feuerwehr und Bürgermeister luden am Freitagmittag zu einem kleinen Richtfest ein.

Das Rittergut in Prießnitz hat einen neuen Dachstuhl bekommen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg/Prießnitz. Angelehnt an die barocke Bebauung, die August von Einsiedel um 1740 veranlasste, wird im Ensemble des Rittergutes und Schlosses Prießnitz eine Wunde geschlossen: Das Richtfest am Freitagmittag auf dem Depot der Freiwilligen Feuerwehr zeigt, dass der Ausbau und die Sanierung dieses beeindruckenden Denkmal-Ensembles vorangeht. Angestoßen noch durch die selbstständige Gemeinde Eulatal, setzt die Stadt Frohburg dieses in Summe viele Millionen Euro schwere Vorhaben fort.

„Jetzt sieht man auch von außen etwas“, kommentierte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) das Aufsetzen des Dachstuhls über dem als Gerätehaus genutzten Teil des Ostflügels. Bis zum Jahresende werde nicht nur das komplett neu aufgebaute Dach geschlossen. Auch das im Erdgeschoss untergebrachte Depot müsse und werde man bis Weihnachten modernisiert haben. Rund 650 000 Euro inklusive der Förderung aus zwei verschiedenen Programmen werden allein hier verbaut. Unmittelbar benachbart ist eine zweite Großbaustelle: das Schloss, in dessen Inneren seit einem Jahr gearbeitet wird und dessen Eindeckung jetzt vollendet ist.

„Wir haben vor vier, fünf Jahren nicht mal zu träumen gewagt, dass unser Gerätehaus umgebaut wird – geschweige denn dass das Dach wieder draufkommt“, sagte Wehrleiter Stefan Jungnitz. Der ursprüngliche Dachstuhl war in den siebziger Jahren abgebrochen und durch Wellasbest ersetzt worden. Das Richtfest sei als Dankeschön zu verstehen an alle, die an diesem Bauvorhaben Anteil hätten. Gehe alles klar, erhalte die Wehr Mitte 2018 ein gebrauchtes, aber leistungsfähigeres Fahrzeug mit einem 600-Liter-Wassertank: „Dann haben wir zumindest für den Grundschutz eine gewisse Wasserreserve da.“

Das Obergeschoss über dem Gerätehaus wie auch die Räume unter dem Dach des Schlosses sollen als Lager für Museumsgut hergerichtet werden. Interesse habe nicht nur der Landkreis, sondern selbst die Stadt Leipzig, so Hiensch. Beim Ausbau stehe man nicht unter Zeitdruck, werde ihn in den nächsten zwei Jahren realisieren.

Während es am Bürgermeister war, den symbolischen Nagel ins Gebälk zu schlagen, hielt André Fraaß von der Glauchauer Zimmerei Kain den Richtspruch. Zu den maßgeblich am Bau beschäftigten Firmen zählen neben der GTS Frankenhain der Geithainer Fensterbauer Sell und das Baugeschäft Gallasch aus Lossatal.

Von Ekkehard Schulreich

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