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Borna Barrierefrei Wohnen: Nachfrage in Borna übersteigt Angebot um ein Vielfaches
Region Borna Barrierefrei Wohnen: Nachfrage in Borna übersteigt Angebot um ein Vielfaches
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00:18 01.06.2017
Die ersten Abbrucharbeiten im Block Oststraße 1/3 in Borna haben bereits begonnen. Hier entstehen barrierefreie Wohnungen. Quelle: Andreas Döring
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Borna

Bei der Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft mbH geht es zur Zeit Schlag auf Schlag. Gerade erst haben die Sanierungen in der Grabengasse und der Bau an der Stadtvilla in der Theodor-Storm-Straße begonnen, nun nimmt das Unternehmen das nächste Unterfangen in Angriff. Der Block in der Oststraße 1/3 soll von Grund auf saniert werden, um altersgerechte Wohnungen zu schaffen, die teilweise auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind. Derzeit wartet die BWS noch auf die Baugenehmigung, die dürfte aber nur noch eine Frage von wenigen Tagen sein.

38 Zwei- und Dreiraumwohnungen zwischen 35 und knapp 83 Quadratmetern Größe werden ab Anfang nächsten Jahres bezugsfertig sein. Zu der Ausstattung gehören unter anderem ein Balkon, eine Wechselsprechanlage mit Videoübertragung, Fußbodenheizung und ein zusätzlicher Handtuchheizkörper im Bad. Der barrierefreie, alters- und rollstuhlgerechte Zugang zum Haus und zu den einzelnen Wohnungen wird durch zwei von außen ebenerdig installierte Fahrstühle gewährleistet. Jeder Mieter bekommt zudem einen Abstellraum im Kellergeschoss. Die BWS plant im Erdgeschoss zusätzlich zwei Gewerberäume. Der erste ist der Diakonie vorbehalten, die bereits ihre Dienstleistungen in dem Block anbietet. Die zweite Einheit, rund 30 Quadratmeter groß, ist noch frei, „hier können wir uns gut einen weiteren Dienstleister vorstellen, dessen Angebot zu den Bewohnern passt“, sagt Jan Czinkewitz, Geschäftsführer der BWS.

Die ersten Abbrucharbeiten am Block haben bereits begonnen, Tapeten kommen runter, Fenster und Türen raus. Seit etwa einer Woche vermarktet das Unternehmen die Wohnungen und den Gewerberaum. Und die Nachfrage nach den Wohnungen übersteigt schon jetzt deutlich die Anzahl. „Weit mehr als 100 Interessenten haben sich bei uns gemeldet“, erklärt Czinkewitz. Er begründet das damit, dass der Bedarf nach barrierefreiem Wohnraum stetig zunimmt, das Angebot aber nicht so schnell nachziehen kann. Bestes Beispiel dafür sei das Hochhaus in Borna. Seit Jahren gibt es hier keine freien Wohnungen, wird dann mal eine frei, ist sie sofort wieder weg. Entsprechend lang sei die Warteliste für das Hochhaus. „Etliche Interessenten der Liste haben wir für den Block in der Oststraße übernommen, eine Vielzahl an potenziellen Mietern kam zudem von der Diakonie“, sagt der BWS-Geschäftsführer.

Das Angebot des barrierefreien Wohnens richtet sich laut Czinkewitz aber nicht nur an ältere Mieter der BWS, sondern durchaus auch an junge Familien, denn die würden die Vorzüge ebenso schätzen, gerade wenn der Nachwuchs noch im Kinderwagen-Alter sei. Um dem immer weiter steigenden Bedarf gerecht zu werden, will das Bornaer Unternehmen ein weiteres Vorhaben umsetzen. Es plant in den Blöcken in der Straße An der Aue, jeweils zwei Ein-Raum-Wohnungen zusammenzulegen, um etwas größere Wohnungen zu schaffen. Denn die Nachfrage nach nur einem Zimmer halte sich in Grenzen. Eine Musterwohnung gibt es bereits, finden sich Mieter dafür, werde die nächste umgebaut.

Von Julia Tonne

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