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Borna Barrierefreiheit frühestens 2015
Region Borna Barrierefreiheit frühestens 2015
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14:21 19.05.2015
Rollstuhlfahrer haben hier keine Chance, Senioren und Mütter mit kleinen Kindern Schwierigkeiten: der Aufgang zum Bahnsteig auf dem Bahnhof. Quelle: Thomas Kube

Das hat Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) auf der letzten Stadtratssitzung erklärt. Der SPD-Kreisvorsitzende Oliver Urban empfiehlt die Nutzung von Rationalisierungsmitteln für den Umbau des Bahnhofs.

Es war CDU-Stadträtin Ingrid Tietze, die in der letzten Stadtratssitzung auf ein Problem verwies, unter dem Rollstuhlfahrer, Mütter mit Kindern und Senioren auf dem Bahnhof schon lange leiden: die fehlende Barrierefreiheit. Sie wollte von Oberbürgermeisterin Luedtke wissen, was sie bisher dagegen unternommen hat.

"Wir stehen in engem Kontakt mit der Deutschen Bahn", so die Rathauschefin. Derzeit werde etwa Rollstuhlfahrern geraten, bis nach Geithain zu fahren und dort umzusteigen. Allerdings habe die Bahn mitgeteilt, dass sich an der Situation so schnell nichts ändern werde. "Frühestens zwischen 2015 und 2020", sagte Luedtke, habe ihr die Deutsche Bahn dazu mitgeteilt.

Bereits vor einigen Monaten hatte die Bahn auf LVZ-Anfrage erklärt, dass sie beabsichtige, "die Verkehrsstation Borna allumfassend kundengerecht zu erneuern". In diesem Jahr sollten die Kosten dafür ermittelt werden. Dabei gehe es auch um die "stufenfreie Zugangsgestaltung". In diesem Zusammenhang würden "Aufzugs- und Rampenlösungen untersucht".

Ein Zustand, den der SPD-Stadtratsfraktionschef Urban so nicht hinnehmen will. Immerhin könnten zehn Prozent der so genannten Rationalisierungsmittel der Bahn dafür verwendet werden, um für Barrierefreihei zu sorgen, erklärte er im Stadtrat. Darauf hoffe auch Markranstädt. Gegenüber der LVZ verwies er darauf, dass auf den 3825 Bahnhöfen in Deutschland mehr als 70 Prozent problemlos von Behinderten und älteren Menchen genutzt werden könnten. Es sei für eine Stadt wie Borna die sich als familienfreundlich verstehe, nicht hinnehmbar, wenn Rollstuhlfahrer, aber auch Fahrradfahrer nicht problemlos zu den Zügen gelangen könnten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.04.2014
Nikos Natsidis

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