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Borna Bau der August-Bebel-Straße in Rötha dauert zwei Monate länger
Region Borna Bau der August-Bebel-Straße in Rötha dauert zwei Monate länger
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17:04 02.03.2017
In der August-Bebel-Straße in Rötha werden die letzten 200 Meter der neuen Abwasserleitung verlegt. Quelle: André Neumann
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Rötha

Der Neubau der August-Bebel-Straße in Rötha dauert voraussichtlich bis Ende Mai und damit rund zwei Monate länger als vorgesehen. „Der Winter hat uns hier einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt René Brand, Leiter der Niederlassung Tautenhain der Reif Baugesellschaft. Der Bauablaufplan hatte vorgesehen, auch in den Wintermonaten zu bauen. Das ließ das Wetter aber nicht zu. Erst seit der vorigen Woche graben sich die Bagger wieder in die Tiefe, um die Abwasserleitung zu verlegen. Damit war das ursprüngliche Ziel, bis Ende März fertig zu sein, nicht mehr zu halten.

Der Abschnitt von der Marienstraße bis zum Töpferplatz soll Mitte März freigegeben werden, sagt Brand. Hier seien nur noch einige Fugen zu schneiden und die Beschilderung anzubringen. Währenddessen ist die Hauptbaukolonne in den letzten Bauabschnitt vorgerückt. Zwischen Töpferplatz und dem Bauende an der Lessingstraße sind noch rund 200 Meter Kanal zu verlegen, erklärt Hendrik Bürger, der für die Baustelle verantwortliche Bauleiter. Die neue Mischwasserleitung, die von der Böhlener Straße bis zur Lessingstraße rund 600 Meter lang ist, werde in einer Tiefe zwischen zwei und drei Meter in die Erde gelegt. Danach werden die Hausanschlüsse verlegt, bevor auch im oberen Bereich der Baustrecke die neue Fahrbahn aufgebaut wird.

Die neue Wasserleitung liegt schon seit dem vorigen Jahr im Boden. Eigentlich sollten die Anlieger während der Bauphase durch eine oberirdischen Interimsleitung mit Trinkwasser versorgt werden. Doch das Bauunternehmen hatte sich für eine andere Lösung entschieden und die neue Wasserleitung gleich komplett verlegt. Das habe, sagt Brand, die gleiche Zeit in Anspruch genommen, die auch für den Bau der Interimsleitung vorgesehen war. Die aber hätte für mehr Behinderungen gesorgt und wäre anfällig für Beschädigungen gewesen.

Insgesamt sei man mit dem Bau bisher ziemlich problemlos vorangekommen. Unfälle habe es keine gegeben und auch mit den Anliegern sei man weitgehend gut ausgekommen. „Die Leute haben die Telefonnummer des Poliers und können anrufen, wenn es Probleme gibt“, sagt Bürger. Der die größten Herausforderungen in dieser Hinsicht erst in den nächsten Wochen erwartet. Dann erreicht die Baustelle die Grundschule und das Ärztehaus. In beiden Fällen gibt es keine zweite Zufahrt, was bei der Schule für den Betreiber der Küche vorübergehend zum Problem werden kann.

„Wir werden eine Lösung finden, mit der jeder zufrieden sein kann“, ist der Bauleiter überzeugt, sagt aber zugleich: Mit Einschränkungen muss man leben. Die Schulkinder würden die Schule während dieser Zeit von hinten über das Mehrgenerationenhaus erreichen, sagt Bürger. Und versichert zugleich, dass ein Gehweg immer frei sein werde.

Auch im oberen und letzten Bauabschnitt werden die Gehwege erneuert. Sie bekommen einfaches graues Betonpflaster, die Grundstückszufahrten werden rot gepflastert. Schöneres war aus finanziellen Gründen nicht drin. Die Gehwege sind wie die Straßenbeleuchtung Sache der Stadt. Den Tiefbau bezahlen die für Wasser und Abwasser zuständigen Zweckverbände, den Straßenbau trägt der Freistaat Sachsen. Nur im unteren Bereich der August-Bebel-Straße ist vor den Geschäften, wo der Gehweg etwas breiter ist, ein farbiges Pflaster eingebaut worden, außerdem wurde hier ein Pflanzbeet angelegt. Welches allerdings heftig umstritten ist.

Bäume, sagt Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos), werden hier nicht gepflanzt. Das sei wegen der darunter liegenden Leitungen ohnehin nicht möglich, erklären die Vertreter der Baufirma. Eichhorn kündigt an, dass hier in den kommenden Wochen mit Stauden und blühenden Pflanzen der Frühling begrüßt werden solle.

Von André Neumann

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