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Borna Bau der Forststraße in Regis-Breitingen: Anwohner erwarten Sperrung mit Sorge
Region Borna Bau der Forststraße in Regis-Breitingen: Anwohner erwarten Sperrung mit Sorge
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14:33 23.09.2016
Unter der Bahnbrücke in Regis-Breitingen soll die Forststraße erst gebaut werden, wenn die Bahn wie angekündigt 2018 eine neue Brücke errichtet. Quelle: Andreas Döring
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Regis-breitingen

Die Erneuerung des noch unsanierten Teils der Forststraße in Regis-Breitingen soll im Oktober beginnen. Das bestätigte Peter Zötzsche vom Bornaer Ingenieurbüro Ukam, welches die Baumaßnahme betreut, am Donnerstagabend auf einer Informationsveranstaltung für die Anwohner. Der Bauvertrag mit der Straßenbaufirma Reif gelte ab dem 4. Oktober. Zötzsche rechnet damit, dass es bis zum tatsächlichen Beginn der Arbeiten dann noch etwa 14 Tage dauern werde. Die veranschlagte Bauzeit reicht bis in den nächsten Sommer.

Etliche Anwohner machen sich vor allem darüber Sorgen, dass sie während der Bauarbeiten voraussichtlich ihre Grundstücke zeitweilig nicht mehr mit dem Auto erreichen. Denn Zötzsche machte auf der Versammlung mehrmals deutlich, dass die Baustelle bei einem bis zu 2,50 Meter tiefen Graben für Abwasser- und Wasserleitungen nicht befahren werden könne. „Wenn das unmittelbare Baugeschehen vor Ihrer Tür ist, müssen Sie das Auto draußen stehen lassen“, sagte er den Anwohnern.

Worauf ein Anwohner skeptisch erwiderte: Wenn alle Autos draußen stünden, sei Breitingen dicht. Ein Anwohner der Forststraße, der direkt an der östlichen Baugrenze wohnt, wo das erste Stück der Forststraße schon vor einigen Jahren gebaut wurde, beruhigte mit den Worten: „Wir hatten das Auto damals zwar auch mal draußen, aber es gab an sich keine Probleme.“

Die Straße soll in drei Abschnitten gebaut werden: Zuerst noch in diesem Jahr zwischen den Einmündungen Straße des Friedens und Schäferbrunnen, dann Richtung Westen bis vor die Bahnbrücke, zuletzt hinter der Bahnbrücke bis zur Einmündung Werkstraße. Unter der Bahnbrücke werden nur die Leitungen verlegt. Die Straße wird hier erst gebaut, wenn die Bahn im Jahr 2018 wie angekündigt eine neue Brücke errichtet.

Während es für den ersten Bauabschnitt einer innerörtliche Umfahrung gibt, ist das bei den beiden anderen Abschnitten nicht der Fall. Deswegen werden im kommenden Jahr sowohl für Anlieger als auch für Busse Umwege über Deutzen nötig. Eine junge Mutter sah das mit Besorgnis auf sich zukommen: Sie bringe ihr Kind täglich in die Kita nach Ramsdorf und fahre dann zurück durch die Forststraße in Richtung Altenburg zur Arbeit.

Kritik kam auch von einem Bewohner der Bahnhofstraße. Er sei nicht einverstanden damit, dass die nicht erreichbar sei, wenn die Einmündung gebaut werde. „Dass wir dort total abgeschnitten sind, sehe ich nicht ein.“ Zötzsche versicherte: „Wir versuchen mit dem Bauunternehmen, die Behinderungen so gering wie möglich zu halten.“

Das betrifft auch die Einmündung der Werkstraße, wo die Spedition Sierpinski und weitere Unternehmen ansässig sind. Dort soll eine Fahrspur dauerhaft erhalten bleiben, zeitweilig als Schotterpiste neben der Straße, kündigte Zötzsche an. Generell empfahl er den Anwohnern, sich bei aufkommenden Problemen jeweils frühzeitig an die Bauleitung zu wenden, „nicht erst, wenn Sie schon Wut bekommen.“

Von André Neumann

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