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Borna Baukonjunktur: Vereinsheim Wiederau wird teurer
Region Borna Baukonjunktur: Vereinsheim Wiederau wird teurer
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05:01 14.05.2018
Pegaus Ortsteil Wiederau erhält eine Bürgerbegegnungsstätte. Quelle: Julia Tonne
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Pegau

Einen finanziellen Nachschlag benötigt das Projekt Bürgerbegegnungsstätte Wiederau. Die im Haushalt der Stadt Pegau eingeplanten 250 000 Euro für das Bauvorhaben reichen nach den jüngsten Auftragsvergaben nicht aus. Zudem musste die Planung schon zwei Änderungen hinnehmen. Die Arbeiten sollen nun am Montag starten.

Neuer Untergrund musste aufgefüllt werden

Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) sagte in der jüngsten Stadtratssitzung, dass es eine leichte Verzögerung gab, weil ein Wechsel bei der Abwasserentsorgung vorgenommen worden war. Statt einer abflusslosen Grube, bei der der Schlamm vielleicht mehrfach im Jahr abzufahren sei, werde ein Anschluss an den öffentlichen Kanal und damit die Verbindung zur zentralen Kläranlage angelegt.

Zudem bot der Bauplatz keinen tragfähigen Boden, so Rösel weiter, sodass ein neuer Untergrund aufgefüllt werden musste. Einst hatten Wiederauer dort eine Senke mit Bauschutt und anderem Material verfüllt, habe er beim Maifest erfahren. In der Vorwoche seien nun aber die Gebäudemaße abgesteckt worden, sodass es jetzt losgehen kann.

Relativ wenige Angebote

Die Aufträge für den Rohbau sowie die Zimmerer-, Dach- und Gerüstarbeiten hatte der Stadtrat bereits Ende März vergeben. Nun standen sechs weitere Gewerke an. Bei der öffentlichen Ausschreibung war deutlich zu spüren, dass ein Großteil der Firmen volle Auftragsbücher hat, sagte Bauamtsleiter Gunther Grothe. „Bei zwei Losen haben wir nur je ein Angebot, bei zwei weiteren lediglich zwei.“

Wenn der Baufortschritt nicht gefährdet werden soll, müsste dennoch der Zuschlag erteilt werden, selbst wenn die Summe nicht gefällt. Die Kostenschätzungen wollte Stadträtin Ute Krüger (CDU). „Die haben derzeit nicht viel Wert bei den explodierenden Preisen“, antwortete Grothe. Und so stimmten die Abgeordneten bei allen diesen Beschlüssen zu.

Aufträge für sechs Gewerke

Den Trockenbau übernimmt die Firma Böhme FTI aus Weißenfels (27 800 Euro). Den Estrich verlegt das Unternehmen Otto Estrich aus Mehna (Altenburger Land, 9900 Euro). Die Fenster und Außentüren kommen von der Agrargenossenschaft Holzdorf (Jessen, 23 000 Euro). „Sie baut trotz des Namens Plastefensterrahmen ein“, meinte Bürgermeister Rösel schmunzelnd. Und Architekt Joachim Albus bestätigte, dass er die Referenzen des Betriebs überprüft hatte.

Für den Bodenbelag sorgt die Gehbar SB Fußbodenbau GmbH aus Zeitz (6000 Euro), während die Firma Thrandorf als einziger einheimischer „Gewinner“ Heizung, Lüftung und Sanitäranlagen installiert (32 700 Euro). Immerhin sieben Angebote waren für die Putzarbeiten eingegangen, das Unternehmen Geithainer Tief- und Straßenbau aus Frankenhain (Frohburg) schnitt am besten ab (30 900 Euro).

Mit diesen gut 130 000 Euro sind die Kosten für die Bürgerbegegnungsstätte nun schon auf reichlich 317 000 Euro (ohne Planung) gestiegen.

Von Olaf Krenz

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