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Borna Baumpflanzung: Elektronische Schnitzeljäger legen zukünftige Verstecke an
Region Borna Baumpflanzung: Elektronische Schnitzeljäger legen zukünftige Verstecke an
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21:49 09.11.2012
Begeistert von der Pflanzaktion: Geocaching-Fans aus der Region. Quelle: privat
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Pegau

Ihr Steckenpferd nennt sich Geocaching (siehe Hintergrund), im Jahr 2000 in den USA als weltweites Spiel vorgeschlagen. Einige Fans sorgen jetzt am Rande von Pegau mit dafür, dass es in einigen Jahren mehr Möglichkeiten für Verstecke gibt. Wichtiger ist den Organisatoren, mit den zwei Baumpflanzaktionen unterm Titel „GC-go-for-Green" (Geocacher finden Grünes gut), etwas für die Umwelt und den Erhalt der Natur zu tun.

„Die Idee kam mir im Juni beim Hobby, als ich manchmal zugemüllte Plätze, kaputte Wälder und Brachflächen sah", sagt der Zeitzer Nils Weber. Gespräche mit Gleichgesinnten bestärkten ihn. Seine Gedanken, untersetzt mit in zwei Monaten gesammelten Informationen, fanden Umweltverbände und Behörden zu Hause in Sachsen-Anhalt gut. „Aber es hieß: Mach mal. Besorg Dir Geld und eine Fläche." Über Umwege stieß er auf die Stiftung Wald für Sachsen. „Projektleiter Gerhard Tümmler war gleich begeistert. Ich soll 40 Leute bringen, er kümmere sich um 1000 Bäumchen und das Gelände." Das war Ende August.

Mit einem Freund trug der 42-Jährige das Vorhaben in Internetforen und zu Stammtischen von Geocachern. Schließlich gestaltete er eine Internetseite, bei der die Anmeldeliste für Teilnehmer nach nicht einmal drei Tagen gefüllt war. Trotzdem war er skeptisch, wurde aber am 3. November positiv überrascht. „Knapp 50 Leute waren, aus dem Raum Borna/Groitzsch, aus Leipzig und Altenburg, sogar ein Naumburger." Die meisten kannten sich nicht persönlich, nur über ihre Hobby-Spitznamen im Internet. Dennoch brachten ihre Zweier-Teams in zweieinhalb Stunden nach Tümmlers Unterweisung 500 Roteichen und 500 Winterlinden in den Boden. Und hatten Spaß und ein gutes Gefühl dabei. In den Homepage-Einträgen ist schon jetzt von „unserem Wald" zu lesen. „Es hat mich fast zu Tränen gerührt, dass das so gut geklappt hat", lässt Weber tief blicken. Es sei möglich, dass völlig Unbekannte miteinander ohne Kommerz und Eigensucht etwas fürs Gemeinwohl tun können.

Am Sonnabendvormittag, 10. November, soll sich das wiederholen, 1000 Traubeneichen stehen bereit. Ganz ohne Schatz geht es natürlich nicht. Den hat Weber mit einem Keramikkästchen in einem hergerichteten Holzpilz in der Nähe versteckt. Fakten und genaue Lage hat er in einem kleinen Rätsel angekündigt. „Es gibt auch einen Bonus – eine Holzscheibe mit eingebrannter Aktion zum Mitnehmen."

@http://coord.info/GC3VEQH

Olaf Krenz

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