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Borna Baumschnitt und Abfälle brennen: Hohe Kosten durch Feuer bei Lobstädt
Region Borna Baumschnitt und Abfälle brennen: Hohe Kosten durch Feuer bei Lobstädt
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09:45 09.05.2017
Heike Langrock von der Gemeinde Neukieritzsch und der Lobstädter Einsatzleiter Maik Stelzner begutachten am Morgen die Brandstelle. Quelle: Ekkehard Schulreich
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Neukieritzsch/Lobstädt

Mehr als die halbe Nacht und am Dienstag bis in den Nachmittag hinein waren Einsatzkräfte der Feuerwehr auf einem Feld zwischen Lobstädt und Rötha im Einsatz. Hier war am späten Montagabend ein riesiger Haufen mit Baumschnitt, ganzen Baumstämmen und Unrat in Brand geraten. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Rötha und Neukieritzsch waren gegen 23.30 Uhr als Erste vor Ort.

Der Bagger eines Lippendorfer Unternehmens half den Einsatzkräften, Glutnester freizulegen. Quelle: Ekkehard Schulreich

„Der Haufen war bereits in Vollbrand. Die Flammen griffen auf Bäume am Rand des Feldes über“, beschrieb Maik Stelzner die Situation. Der Lobstädter Wehrleiter übernahm am Morgen die Einsatzleitung von den Röthaern. Zwar sei es den Kameraden gelungen, die Flammen zu ersticken. Doch an die Glutnester sei man ohne schwere Technik nicht herangekommen. Zum anderen fehlte es in der Feldflur an der Lobstädt und Rötha verbindenden Kreisstraße an Löschwasser. Eine mehre Kilometer lange Schlauchtrasse zum Hainer See oder zur Pleiße aufzubauen, sei nicht in Frage gekommen, so Stelzner. Statt dessen pendelten Tanklöschfahrzeuge mehrerer Wehren zwischen dem Brandort und einem Hydranten nahe der Kahnsdorfer Teppichhalle. Die Kreisstraße war deshalb über Stunden gesperrt.

Ein Bagger, der das glimmende Grünzeug und Geäst auseinanderzog, war erst am Morgen zu beschaffen. Die Technik des Unternehmens TKB Bau Lippendorf trug Schicht für Schicht ab und ermöglichte das weitere Ablöschen. „Jetzt machen wir auf das Ganze noch einen Schaumteppich drauf“, sagte Stelzner. Bis in den Nachmittag hinein seien aber dennoch Brandkontrollen nötig. „Riesen-Aufwand und immense Kosten“, so fasste er die Konsequenz dieses Einsatzes zusammen. Gar nicht zu reden von den vielen Einsatzstunden der Ehrenamtlichen der Wehren Neukieritzsch, Rötha, Lobstädt, Espenhain, Mölbis, Borna.

Die offenbar über längere Zeit angewachsene illegale Deponie bedeckt 400 bis 500 Quadratmeter am Rand eines Rapsfeldes. Die Biomasse türmte sich drei, vier Meter hoch. Egal ob Selbstentzündung oder Brandstiftung zu dem Feuer führten – „was hier übrig bleibt, ist Sondermüll. Den zu entsorgen, kostet richtig Geld“, meinte Heike Langrock, Brandschutzbeauftragte der Gemeinde Neukieritzsch, die sich am Morgen ein Bild von der Situation machte. Es sei jetzt an der Kommune zu klären, wer für die Entsorgung zuständig sei.

Von Ekkehard Schulreich

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